denkmal aktiv

Kooperationsplattform zur Initiierung und Ausgestaltung von Schulverbünden im Schuljahr 2017/18

An einer Teilnahme an "denkmal aktiv“ interessierte Schulen können hier ihre Projektideen sowie ihre Kooperationsangebote und -gesuche für "denkmal aktiv“-Verbundprojekte zugänglich machen.

Wenn Sie eine Idee, ein Angebot oder ein Gesuch einbringen möchten, füllen Sie bitte das Formblatt Verbundpartner gesucht 2017/18 aus und senden es an:

susanne.braun@denkmalschutz.de und koch@scientificconsulting.de

Wir stellen Ihre Angaben zeitnah in die Übersicht ein.

Aktuelle Ideen, Angebote und Gesuche

Sekundarschule Albrecht Dürer Merseburg

Orte der Reformation

Kontakt: Elke Seidler, Lehrerin (elke.seidler[at]googlemail.com)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundesweit
Verbund-Idee: Der geplante Verbund ist im Themenfeld "Orte der Reformation 2017: Schüler/innen erkunden und erschließen bekannte und vergessenen Orte der Reformation“ angesiedelt. Unter dieser Überschrift sollen Schülerinnen und Schüler herausfinden, welche Einflüsse die Reformation auf die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Struktur ihrer Stadt bzw. Region hatte – und erkunden, an welchen historischen Gebäuden die Auswirkungen der Reformation bis heute sichtbar sind. Darüber hinaus soll es darum gehen, wie diese Bauwerke genutzt werden und wer sich um ihren Erhalt kümmert. Im Verbund können die Auswirkungen der Reformation in der jeweiligen Stadt bzw. Region miteinander verglichen und im Austausch diskutiert werden.

Die Dürer-Schule wird sich mit den Zeugnissen der Reformation im Bistum Merseburg beschäftigen und erforschen, welche Auswirkungen sie auf die Struktur der Stadt hatte (Klosterschließung, Gründung des Domgymnasiums, Säkularisierung des Stiftsterritoriums). Das "denkmal aktiv“-Projekt ist hier mit Schülern der Jahrgangsstufe 8 im Rahmen des Ganztagsangebots vorgesehen.

Die Sekundarschule Albrecht Dürer übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes. Die Schule hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen, 2015/16 mit einem Projekt zur Merseburger Zollingerturnhalle, im laufenden Schuljahr mit einem Projekt zur 1000-jährigen Geschichte der Stadt Merseburg.

 

Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen

Unbequeme Denkmale – akut gefährdet?

Kontakt: Jochen Buhren, Lehrer (buhren[at]kulturserver-nrw.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundesweit
Verbund-Idee: Gemeinsames Thema des Verbundes sollen Denkmale sein, die eher als Last gelten oder auch solche, die in der öffentlichen Wahrnehmung nicht auf Wohlwollen und Gefallen stoßen. Das können NS-Bauten sein oder Bunkerbauten des Zweiten Weltkriegs, aber auch jüngere Gebäude, die gemeinhin als unschön gelten. Welchen Wert haben solche Objekte? Ist ihr Erhalt besonders gefährdet?

Das Kaiser-Karls-Gymnasium möchte sich mit der 50er-Jahre-Architektur in Aachen beschäftigen – mit unscheinbaren oder ungeliebten Gebäuden, zum Teil auch ohne Denkmalstatus, die im Erscheinungsbild der Stadt "untergehen“. Das geplante "denkmal aktiv“-Projekt ist mit Schülern der Jahrgangsstufen 8–12 im Rahmen einer AG vorgesehen.

Das Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes. Die Schule hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen, z.B. zu den Themen Industriedenkmale, Parkanlagen, Wohngebäude des 19. Jahrhunderts.

 

Knobelsdorff-Schule, OSZ Bautechnik I, Berlin

Macht und Pracht – die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

Kontakt: Manuela Oppenhausen und Christoph Hertz (vorname.nachname@knobelsdorff-schule.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern aus Berlin
Verbund-Idee: Zum Thema "Macht und Pracht“ möchte sich die Knobelsdorff-Schule mit der KPM Berlin beschäftigen und sucht dazu weitere Verbundpartner. Das "denkmal aktiv“-Team will im Besonderen die Prunkvasen der Manufaktur untersuchen, und zwar unter den folgenden Fragestellungen: Wann begann die Tradition der Herstellung von Prunkvasen bei der KPM? Welche Vorbilder gab es? Wer schenkte sie wem, zu welchem Anlass, in welcher Form? Was ist auf den Vasen dargestellt? Welche Bedeutung haben die verwendeten Symbole, Farben und Motive?

Die Schülerinnen und Schüler sollen unter anderem im Archiv der KPM recherchieren und haben dazu die Unterstützung einer Ausbilderin in der KPM zugesichert bekommen. Ergebnis der Projektarbeit an der Knobelsdorff-Schule soll eine Broschüre zu den Prunkvasen der KPM sein.

Das geplante "denkmal aktiv“-Projekt ist an der Knobelsdorff-Schule im Rahmen des Berufsschulunterrichts vorgesehen, die Teilnehmer werden ca. 19 Jahre alt sein.

Die Knobelsdorff-Schule übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes. Sie hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen, z.B. mit Projekten zur barocken Stadtbefestigung Berlins und zu den Baumaterialien verschiedener Berliner Kirchen.

 

Bergschule St. Elisabeth, Kath. Gymnasium, Heilbad Heiligenstadt

Gedenkstättenarbeit, Denkmalschutz und Naturschutz – ein Spannungsfeld

Kontakt: Rudi Haase, Lehrer (rudihaase[at]aol.com)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundesweit
Verbund-Idee: Bei der anstehenden Erklärung des "Grünen Bandes“, eines Teiles der ehemaligen innerdeutschen Grenze, zum Nationalen Naturmonument werden die Interessen des Naturschutzes, des Denkmalschutzes und der Gedenkstättenarbeit (Grenzlandmuseum Teistungen) in einigen Punkten kollidieren. Ein Beispiel: Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, bewachsen ein denkmalgeschütztes Objekt, das Schaden nehmen könnte. Was ist zu tun, wenn dadurch der Durchgang zu bedeutsamen Bereichen des Grünen Bandes versperrt würde?)

Wir möchten einige Fälle kollidierender Schutzansprüche aufgreifen und mögliche Lösungen entwickeln. Angestrebt wird etwa eine Handreichung für den Beirat, der künftig solche Konflikte lösen soll.
Das geplante "denkmal aktiv“-Projekt an der Bergschule St. Elisabeth ist mit Schülern der Sekundarstufe II vorgesehen.

Die Schule übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes. Sie hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen, z.B. in den Bereichen Historische Kulturlandschaften, Umnutzung von Denkmalen und Dokumentation von Erhaltungsmaßnahmen.

 

Gesamtschule Uerdingen

Digitaler Stadtrundgang – digitale Baudenkmalerkundung: Zeitzeugnisse und Zeitzeugen

Kontakt: Anne Ising, Lehrerin (anne.ising[at]gesamtschule-uerdingen.de)
Gesucht wird: 1 Schule, gern aus Nordrhein-Westfalen, aber auch bundesweit
Verbund-Idee: Die Erstellung eines digitalen Rundgangs durch einen Ort oder ein denkmalgeschütztes Gebäude wirkt motivierend auf Schülerinnen und Schüler. Mithilfe bestimmter Apps ist das leicht und macht Spaß. Die Gesamtschule Uerdingen unterstützt gern Schulen aus Nordrhein-Westfalen bei der Anwendung der Apps action bound oder Biparcours. Die Schüler setzen sich dabei mit denkmalgeschützten Gebäuden auseinander und erstellen im Verlauf des Projekts ein eigenes Produkt. Das Einbringen von Fotos oder Filmen ist eine handlungsorientierte Methode, um das Wissen über denkmalgeschützte Gebäude schülerorientiert zu vermitteln.

Die Gesamtschule Uerdingen möchte ihren im vergangenen Schuljahr entstandenen digitalen Stadtrundgang erweitern und Zeitzeugeninterviews aufnehmen, als Hörbeitrag oder audiovisuell. Bei Biparcours heißt der bestehende Parcours "Stadtrundgang durch Uerdingen", er richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche. Die zu lösenden Fragen werden mit Punkten belohnt, so dass die Schülerinnen und Schüler in Gruppen den Parcours ablaufen und ihre Ergebnisse messen können.

Das geplante "denkmal aktiv“-Projekt an der Gesamtschule Uerdingen ist mit Schülern der Jahrgänge 5 bis 9 im Rahmen des Ganztagsangebots vorgesehen.

Die Schule übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes. Sie hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen: mit einem Projekt zur Drehbrücke im Uerdinger Hafen, zu dem Sponsorengelder gesammelt wurden, mit einem fächerübergreifenden Ansatz (Geschichte und Chemie) zur Firma Dujardin, bei dem es um Küferei und Destillation ging, schließlich mit der Erstellung einer Stadtführung.

 

Gymnasium Marienschule Hildesheim

Mehr als Geschichte: Unser Weltkulturerbe lebt!

Kontakt: Julia-Carolin Boes, Lehrerin (boes[at]marienschule-hildesheim.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundesweit, auch Auslandsschulen sind möglich
Verbund-Idee: Im Zentrum des "denkmal aktiv“-Verbundprojekts soll jeweils eine lokale bzw. regionale UNESCO-Weltkulturerbestätte stehen – das bedeutet, die gesuchten Partnerschulen müssen eine Welterbestätte vor Ort oder in der Nähe haben und diese behandeln, um am Verbund teilnehmen zu können. Ausgehend von der Frage, warum die UNESCO ein Objekt auf die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen hat, sollen Bedeutung und Umgang mit der entsprechenden Stätte erforschen werden. Insbesondere wollen wir Fragen der Internationalität / Europäizität des Objektes und der Identifikation mit ihm nachgehen; der Schwerpunkt soll auf dem Weltkulturerbe heute liegen, seiner Nutzung, seinen Identifikationsangeboten, dem europäischen Gedanken.
Die Marienschule möchte sich im Themenfeld "Gelebtes Erbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission bewerben und sich unter diesem Blickpunkt mit dem Welterbe Hildesheim beschäftigen.Fragen, die wir behandeln wollen, sind z.B.:Die Weltkulturerbestätte in der Gegenwart:

  • Erhalt / Restaurierung / Modernisierung
  • Nutzung (wie wird das Weltkulturerbe "belebt“)
  • Vermarktung/ Wahrnehmung (wie wird das Weltkulturerbe "erlebt“)
  • Nachhaltigkeit

Identifikation:

  • lokal (insbesondere Schüler)
  • europäisch (europäischer Gedanke)

Die Weltkulturerbestätte in der Zukunft:

  • Nutzung (Entwicklung von Ideen / Konzepten)
  • Vermarktung / Nachhaltigkeit
  • Schüler als Erben und spätere Erblasser

Das "denkmal aktiv“-Projekt an der Marienschule ist mit Schülern des Jahrgangs 10 geplant. Die Marienschule hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen und verfügt über viel Erfahrung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Sie übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes.

 

Gemeinschaftsschule Meldorf

Kulturdenkmal Friedhof: Erkennen – Erleben – Erinnern – Erhalten

Kontakt: Sabine Schwartz, Schulleiterin (sabineschwartz[at]aol.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (Nordverbund – Schleswig-Holstein, Niedersachsen)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die sich in ihrer Region mit einem historischen Friedhof als Kulturdenkmal beschäftigen möchten und sich dazu in einem Schulverbund austauschen wollen (Aspekte: Merkmale, Identitätsstiftung, Erhalt).

Das "denkmal aktiv“-Projekt soll mit einer Einführung in das Thema Denkmalpflege beginnen. Recherchen auf dem Friedhof zu Grabsteinen und Stelen und zum damit berührten Berufsfeld – Steinmetz / Restaurator / Bildhauer – sind geplant. Die Charakteristika von Grabstätten und Bedingungen ihres Erhalts sollen thematisiert werden, eine Exkursion zum Denkmalamt ist vorgesehen. Im Archiv wollen wir darüber hinaus zum Kollegium der "Achtundvierziger" recherchieren, ein Selbstverwaltungsorgan der Bauernrepublik Dithmarschen. Wir möchten uns das Erstellen eines Grabsteins vornehmen und Inszenatorisches zu einer Person der "Achtundvierziger" unter Hinzuziehung der Informationen aus den Grabinschriften entwickeln. Es geht uns dabei um Lernen und Lehren in wahrnehmbaren Formen, performatives Erkennen, Erleben, Erhören, Ersehen, inszenatorisches Handeln, räumliche Wahrnehmung, ästhetische Bewusstseinsbildung.
Sollten die gesuchten Verbundschulen ebenfalls einen performativen Ansatz wählen, könnten diese Ergebnisse gemeinsam präsentiert und filmisch dokumentiert werden. Das "denkmal aktiv“-Projekt ist in Meldorf in der Sekundarstufe I ab Klassenstufe 8 geplant, es soll im Wahlpflichtunterricht mit den Fächern Darstellendes Spiel, Geschichte und Deutsch durchgeführt werden.

Die Gemeinschaftsschule Meldorf hat mehrfach an "denkmal aktiv“ teilgenommen – im Schuljahr 2014/15 mit einem Projekt zum Meldorfer Dom und in 2015/16 mit: "Kulturerbe traditionelles Handwerk – Webtechnik“. Die Federführung des angestrebten Verbundes übernimmt die Gemeinschaftsschule Meldorf gern.

 

Diesterweg-Gymnasium Tangermünde

Orte der Reformation 2017: Schüler/innen erkunden und erschließen bekannte und vergessene Orte der Reformation

Kontakt: Petra Hoffmann, Lehrerin (hoffmann-petra[at]gmx.net)
Gesucht werden: eine oder mehrere Schulen, gern aus dem gesamten Bundesgebiet
Verbund-Idee: Gemeinsame Entwicklung von Schulprojekten im Themenfeld "Orte der Reformation 2017“. Die Spurensuche am jeweiligen Ort jeder am Verbund beteiligten Schule kann sich auf den Heimat- bzw. Schulort der Schüler beziehen. Fragen, die wir gern im Verbund bearbeiten wollen, sind:

  • Wie hat die Reformation die Stadt verändert und welche Einflüsse hatte die Reformation auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung der Stadt?
  • Welche Gebäude und Orte schreiben Reformationsgeschichte? Welchen architektonischen und welchen touristischen Wert haben diese Gebäude und Orte? Wer pflegt und erhält sie?
  • Wie kann der Wert und die historische Bedeutung dieser Orte und Gebäude in der Schule und in der Öffentlichkeit verdeutlicht werden?

Die Gruppe der Jungen Tangermünder Stadtführer des Diesterweg-Gymnasiums (Schüler der Klassen 5-10) möchte sich das zur Beantwortung benötigte Wissen bei der Besichtigung der mit der Reformation in Verbindung stehenden Gebäude und Orte erarbeiten: In Tangermünde wurden nach der Reformation alle Nebenaltäre aus den Kirchen entfernt und teilweise als Baumaterial weiter verwendet. Davon kann man heute noch Beispiele finden. Andere Ausstattungsgegenstände, wie etwa Taufbecken, und auch den Gebrauch der Messgewänder behielt man noch lange Zeit bei. Als Ergebnis der Reformation wurden schließlich das Tangermünder Dominikanerkloster und das Augustiner-Chorherrenstift aufgelöst.

Bei der Erkundung dieser Orte der Reformation sollen die Schüler fachkundig durch kompetente Projektpartner geführt werden. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit der Tangermünder evangelischen Kirchengemeinde sowie mit Tangermünder Heimatforschern und Architekten. Auch das Arbeiten im Stadtarchiv und das Durcharbeiten historischer Bücher und alter Dokumente könnte die Schüler bei ihrer Forschungsarbeit voranbringen.

Als Projektergebnis könnten die Jungen Tangermünder Stadtführer ein Leseheft zur Reformation in Tangermünde erarbeiten, das erworbene Wissen könnten die Schüler auf ihren Stadtführungen an ihre Gäste weitergeben.

Als Leiterin der Gruppe der Jungen Tangermünder Stadtführer/Diesterweg-Gymnasium verfügt Petra Hoffmann über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Geschichtsforschung mit Schülern und bei der Heranführung der Schüler an die Denkmalpflege. Das Diesterweg-Gymnasium hat bereits siebenmal an "denkmal aktiv“ teilgenommen. Frau Hoffmann ist gern bereit, am Verbund interessierte Schulen beratend zu unterstützen und die Federführung des in diesem Themenfeld arbeitenden Verbundes zu übernehmen.

 

Liv-Ullmann-Schule, Wernigerode

Denkmale der Montanindustrie

Kontakt: Peter Nüchterlein, Dipl.-Museologe, langjähriger fachlicher Partner der Schule (peter2009wr[at]gmail.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (aus dem gesamten Bundesgebiet)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die jeweils in ihrer Region Denkmale der Montanindustrie bearbeiten möchten und sich dabei in Bezug auf die Herangehensweise bei der Projektarbeit sowie mit ihren Erkenntnissen in einem Schulverbund austauschen wollen.

Thema des "denkmal aktiv“-Projekts an der Liv-Ullmann-Schule soll sein: Vergessene Denkmale – auf den Spuren der Wernigeröder Montanindustrie.

Wernigerode liegt unterhalb des Brockengebirges, dort haben sich zwischen dem 13. und 19. Jh. zahlreiche Bergbaueinrichtungen entfaltet, so der Kobalt-, Eisenerz- und Silberbergbau sowie Marmorbrüche. Harzer Bergleute des Silbergewerks wechselten interessanterweise nach Abflauen hiesiger Rohstoffe in das Erzgebirge und verhalfen dort dem Silberbergbau zu einer neuen Blüte – hier gäbe es also regionale Bezüge noch zu Zeiten des früheren Bergbaus und der nachfolgenden Montanindustrie.

Bis heute ist Wernigerode durch zahlreiche historische Bezeichnungen geprägt, die der lokalen Geschichte des Bergbaus entstammen – hierzu zählen etwa der Kupferhammer, der Kesselteich, die Marmormühle am Voigtstieg, der Seigerhüttenteich oder die Freiheit in Hasserode. Sie bezeugen einen ehemaligen Standort für eisenverarbeitende Handwerksbetriebe und Industriestandorte. Die nahe gelegenen Hüttenbetriebe in Thale und Ilsenburg lösten im 16. und 17. Jahrhundert die hiesigen Hüttenbetriebe am Seigerhüttenteich ab. Auf diesen Spuren möchte die Liv-Ullmann Schule wandeln und mit Schülern vor Ort erkunden, welche Hintergründe die o.g. Standorte haben und ob noch bauliche Zeugnisse zu finden sind. Geplantes Arbeitsziel ist die Erstellung eines kartierten und fotodokumentarischen Stadtrundgangs durch Wernigerode, der als Unterrichtsbaustein für den regionalen Heimatkunde- oder Geographieunterricht genutzt werden kann.

Die Liv-Ullmann-Schule hat mehrfach an "denkmal aktiv“ teilgenommen und verfügt über viel Erfahrung bei der Konzeption von "denkmal aktiv“-Projekten sowie bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Die Federführung des angestrebten Verbundes übernimmt die Liv-Ullmann-Schule gern.

 

Europaschule Friesenschule Leer

Alte Häuser neu entdeckt

Kontakt: Birgit Ridder, Lehrerin (birgit.ridder[at]gmx.net)
Gesucht werden: 1–2 Schulen, bevorzugt in Ostfriesland
Verbund-Idee: Alte Häuser neu entdeckt – Welche besonderen Bauwerke können wir in unserer Stadt entdecken? Wie ist ihr Erhaltungs- bzw. Sanierungszustand? Sind sie denkmalgeschützt? Und wie sieht dieser Schutz aus?
Ziel des "denkmal aktiv“-Projekts an der Friesenschule Leer ist es, dass die Schüler mit offenen Augen durch die Stadt gehen und nicht nur die Geschäfte, sondern auch die Fassaden der Häuser der Stadt sehen, in der wir leben. Leer ist bekannt für seine reizvolle Altstadt – wie kam es dazu, dass sie in den siebziger Jahren nicht wie geplant abgerissen, sondern saniert wurde? Die Schüler setzen sich produktiv mit diesen Fragen auseinander, indem sie alte Häuser "neu“ sehen und im Kunstunterricht Bilder dazu entstehen lassen, in unterschiedlichen Techniken. Ergebnis soll eine Ausstellung in der Schule und im Anschluss auch in der Öffentlichkeit sein (Rathaus, Heimatmuseum). Es kann auch ein Kunst-Kalender entstehen. Das "denkmal aktiv“-Projekt soll in den Klassen 7–10 unserer Realschule angesiedelt werden, evt. in einem Wahlpflichtkurs Kunst.
Der genannte Themenschwerpunkt ist eine erste Idee, wir sind offen für Anregungen. Eventuell kommt für einen Verbund auch das Themenfeld “Gelebtes Erbe: Ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr“ in Frage. Die Federführung des Verbundes kann, muss aber nicht die Europaschule Friesenschule übernehmen.

 

John-Lennon-Gymnasium Berlin

Die alte Pracht Berlins – und wie zeigt sie sich heute?

Kontakt: Thorsten Kluge, Lehrer (Thorsten.Kluge[at]SenBJW.berlin.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Die prächtigen Zeugenschaften des vergangenen Berlins – im Detail, im Einzelgebäude, im Ensemble: Was macht die Pracht aus? Welche Botschaft sendet sie in ihre Umgebung aus? Wie können wir sie begreifen, erkunden, dokumentieren? Und: Wie zeigt sich Pracht heute? Bescheidener oder lauter, individueller oder einem Mainstream gehorchend?
Wir wollen die Hackeschen Höfe in den Fokus nehmen, ihre Substanz und Funktion erkunden. Die Schülerinnen und Schüler werden im Kunstunterricht im Kontext ästhetischer Forschung ein eigenes Vorhaben zur Untersuchung rund um die Höfe entwickeln und eine künstlerische Arbeit aus dieser Erforschung erarbeiten. Zusätzlich wollen wir prächtige bürgerliche Selbstdarstellung in der aktuellen Architektur der Berliner Mitte erkunden. Referenzobjekt dabei wird das "Schwarze Haus" am Rosa-Luxemburg-Platz sein. Ziel dieses Blickwechsels in die zeitgenössische Selbstdarstellung ist es, eine Auseinandersetzung der Lerngruppe mit einer einseitigen Begeisterung für oder einem Desinteresse an der Schönheit des Alten zu entfachen.
Wir nehmen bereits seit 12 Jahren an "denkmal aktiv" teil und verfügen über viel Erfahrung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Wir können helfen, Ihre Ideen so zu integrieren, dass sie sowohl im Rahmen unseres Verbundes umzusetzen sind als auch den formalen Bedingungen entsprechen. Die oben vorgestellte Verbund-Idee verstehen wir als Impuls, Anpassungen an Ihre Ideen sind auch für uns inspirierend und können dem Verbund ein neues Gesicht geben.

 

marcel-breuer-schule, Berlin

Museumsinsel Berlin – Architektur als Ausdruck von Macht und Pracht

Kontakt: Heike Sinning, Lehrerin Gymnasiale Oberstufe (sin[at]marcel-breuer-schule.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Historische und neue Architektur auf der Museumsinsel … oder die in Stein materialisierte Geschichte und Politik.
Auf der Berliner Museumsinsel präsentiert sich die noch relativ junge Hauptstadt in alter und – dank exzessiver baulicher Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen – auch in neuer, zeitgemäßer Pracht. Inwieweit das UNESCO-Weltkulturerbe nicht nur als Touristenmagnet in Regierungsviertelnähe zu verstehen ist, sondern auch politische und kulturelle Werte symbolisiert und deren historische Entwicklungen materialisiert und konserviert, soll in der Projektphase 2017/18 kritisch untersucht, reflektiert und dokumentiert werden.

 

Bei Interesse nehmen Sie bitte Verbindung zu dem jeweils genannten Ansprechpartner auf.

Bitte nehmen Sie zudem Kontakt auf zu:

Dr. Susanne Braun
E-Mail: Susanne.Braun@denkmalschutz.de
Tel: 0228 9091-450

und

Hartmut Koch
E-Mail: koch@scientificconsulting.de
Tel: 0171 7325571