denkmal aktiv

Kooperationsplattform zur Initiierung und Ausgestaltung von Schulverbünden im Schuljahr 2017/18

An einer Teilnahme an "denkmal aktiv“ interessierte Schulen können hier ihre Projektideen sowie ihre Kooperationsangebote und -gesuche für "denkmal aktiv“-Verbundprojekte zugänglich machen.

Wenn Sie eine Idee, ein Angebot oder ein Gesuch einbringen möchten, füllen Sie bitte das Formblatt Verbundpartner gesucht 2017/18 aus und senden es an:

susanne.braun@denkmalschutz.de und koch@scientificconsulting.de

Wir stellen Ihre Angaben zeitnah in die Übersicht ein.

Aktuelle Ideen, Angebote und Gesuche

Gymnasium Marienschule Hildesheim

Mehr als Geschichte: Unser Weltkulturerbe lebt!

Kontakt: Julia-Carolin Boes, Lehrerin (boes[at]marienschule-hildesheim.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundesweit, auch Auslandsschulen sind möglich
Verbund-Idee: Im Zentrum des "denkmal aktiv“-Verbundprojekts soll jeweils eine lokale bzw. regionale UNESCO-Weltkulturerbestätte stehen – das bedeutet, die gesuchten Partnerschulen müssen eine Welterbestätte vor Ort oder in der Nähe haben und diese behandeln, um am Verbund teilnehmen zu können. Ausgehend von der Frage, warum die UNESCO ein Objekt auf die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen hat, sollen Bedeutung und Umgang mit der entsprechenden Stätte erforschen werden. Insbesondere wollen wir Fragen der Internationalität / Europäizität des Objektes und der Identifikation mit ihm nachgehen; der Schwerpunkt soll auf dem Weltkulturerbe heute liegen, seiner Nutzung, seinen Identifikationsangeboten, dem europäischen Gedanken.
Die Marienschule möchte sich im Themenfeld "Gelebtes Erbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission bewerben und sich unter diesem Blickpunkt mit dem Welterbe Hildesheim beschäftigen.Fragen, die wir behandeln wollen, sind z.B.:

Die Weltkulturerbestätte in der Gegenwart:

  • Erhalt / Restaurierung / Modernisierung
  • Nutzung (wie wird das Weltkulturerbe "belebt“)
  • Vermarktung/ Wahrnehmung (wie wird das Weltkulturerbe "erlebt“)
  • Nachhaltigkeit

Identifikation:

  • lokal (insbesondere Schüler)
  • europäisch (europäischer Gedanke)

Die Weltkulturerbestätte in der Zukunft:

  • Nutzung (Entwicklung von Ideen / Konzepten)
  • Vermarktung / Nachhaltigkeit
  • Schüler als Erben und spätere Erblasser

Das "denkmal aktiv“-Projekt an der Marienschule ist mit Schülern des Jahrgangs 10 geplant. Die Marienschule hat bereits mehrfach an "denkmal aktiv" teilgenommen und verfügt über viel Erfahrung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Sie übernimmt die Federführung des angestrebten Verbundes.

 

Gemeinschaftsschule Meldorf

Kulturdenkmal Friedhof: Erkennen – Erleben – Erinnern – Erhalten

Kontakt: Sabine Schwartz, Schulleiterin (sabineschwartz[at]aol.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (Nordverbund – Schleswig-Holstein, Niedersachsen)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die sich in ihrer Region mit einem historischen Friedhof als Kulturdenkmal beschäftigen möchten und sich dazu in einem Schulverbund austauschen wollen (Aspekte: Merkmale, Identitätsstiftung, Erhalt).

Das "denkmal aktiv“-Projekt soll mit einer Einführung in das Thema Denkmalpflege beginnen. Recherchen auf dem Friedhof zu Grabsteinen und Stelen und zum damit berührten Berufsfeld – Steinmetz / Restaurator / Bildhauer – sind geplant. Die Charakteristika von Grabstätten und Bedingungen ihres Erhalts sollen thematisiert werden, eine Exkursion zum Denkmalamt ist vorgesehen. Im Archiv wollen wir darüber hinaus zum Kollegium der "Achtundvierziger" recherchieren, ein Selbstverwaltungsorgan der Bauernrepublik Dithmarschen. Wir möchten uns das Erstellen eines Grabsteins vornehmen und Inszenatorisches zu einer Person der "Achtundvierziger" unter Hinzuziehung der Informationen aus den Grabinschriften entwickeln. Es geht uns dabei um Lernen und Lehren in wahrnehmbaren Formen, performatives Erkennen, Erleben, Erhören, Ersehen, inszenatorisches Handeln, räumliche Wahrnehmung, ästhetische Bewusstseinsbildung.
Sollten die gesuchten Verbundschulen ebenfalls einen performativen Ansatz wählen, könnten diese Ergebnisse gemeinsam präsentiert und filmisch dokumentiert werden. Das "denkmal aktiv“-Projekt ist in Meldorf in der Sekundarstufe I ab Klassenstufe 8 geplant, es soll im Wahlpflichtunterricht mit den Fächern Darstellendes Spiel, Geschichte und Deutsch durchgeführt werden.

Die Gemeinschaftsschule Meldorf hat mehrfach an "denkmal aktiv“ teilgenommen – im Schuljahr 2014/15 mit einem Projekt zum Meldorfer Dom und in 2015/16 mit: "Kulturerbe traditionelles Handwerk – Webtechnik“. Die Federführung des angestrebten Verbundes übernimmt die Gemeinschaftsschule Meldorf gern.

 

Diesterweg-Gymnasium Tangermünde

Orte der Reformation 2017: Schüler/innen erkunden und erschließen bekannte und vergessene Orte der Reformation

Kontakt: Petra Hoffmann, Lehrerin (hoffmann-petra[at]gmx.net)
Gesucht werden: eine oder mehrere Schulen, gern aus dem gesamten Bundesgebiet
Verbund-Idee: Gemeinsame Entwicklung von Schulprojekten im Themenfeld "Orte der Reformation 2017“. Die Spurensuche am jeweiligen Ort jeder am Verbund beteiligten Schule kann sich auf den Heimat- bzw. Schulort der Schüler beziehen. Fragen, die wir gern im Verbund bearbeiten wollen, sind:

  • Wie hat die Reformation die Stadt verändert und welche Einflüsse hatte die Reformation auf die gesellschaftliche und politische Entwicklung der Stadt?
  • Welche Gebäude und Orte schreiben Reformationsgeschichte? Welchen architektonischen und welchen touristischen Wert haben diese Gebäude und Orte? Wer pflegt und erhält sie?
  • Wie kann der Wert und die historische Bedeutung dieser Orte und Gebäude in der Schule und in der Öffentlichkeit verdeutlicht werden?

Die Gruppe der Jungen Tangermünder Stadtführer des Diesterweg-Gymnasiums (Schüler der Klassen 5-10) möchte sich das zur Beantwortung benötigte Wissen bei der Besichtigung der mit der Reformation in Verbindung stehenden Gebäude und Orte erarbeiten: In Tangermünde wurden nach der Reformation alle Nebenaltäre aus den Kirchen entfernt und teilweise als Baumaterial weiter verwendet. Davon kann man heute noch Beispiele finden. Andere Ausstattungsgegenstände, wie etwa Taufbecken, und auch den Gebrauch der Messgewänder behielt man noch lange Zeit bei. Als Ergebnis der Reformation wurden schließlich das Tangermünder Dominikanerkloster und das Augustiner-Chorherrenstift aufgelöst.

Bei der Erkundung dieser Orte der Reformation sollen die Schüler fachkundig durch kompetente Projektpartner geführt werden. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit der Tangermünder evangelischen Kirchengemeinde sowie mit Tangermünder Heimatforschern und Architekten. Auch das Arbeiten im Stadtarchiv und das Durcharbeiten historischer Bücher und alter Dokumente könnte die Schüler bei ihrer Forschungsarbeit voranbringen.

Als Projektergebnis könnten die Jungen Tangermünder Stadtführer ein Leseheft zur Reformation in Tangermünde erarbeiten, das erworbene Wissen könnten die Schüler auf ihren Stadtführungen an ihre Gäste weitergeben.

Als Leiterin der Gruppe der Jungen Tangermünder Stadtführer/Diesterweg-Gymnasium verfügt Petra Hoffmann über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Geschichtsforschung mit Schülern und bei der Heranführung der Schüler an die Denkmalpflege. Das Diesterweg-Gymnasium hat bereits siebenmal an "denkmal aktiv“ teilgenommen. Frau Hoffmann ist gern bereit, am Verbund interessierte Schulen beratend zu unterstützen und die Federführung des in diesem Themenfeld arbeitenden Verbundes zu übernehmen.

 

Liv-Ullmann-Schule, Wernigerode

Denkmale der Montanindustrie

Kontakt: Peter Nüchterlein, Dipl.-Museologe, langjähriger fachlicher Partner der Schule (peter2009wr[at]gmail.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (aus dem gesamten Bundesgebiet)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die jeweils in ihrer Region Denkmale der Montanindustrie bearbeiten möchten und sich dabei in Bezug auf die Herangehensweise bei der Projektarbeit sowie mit ihren Erkenntnissen in einem Schulverbund austauschen wollen.

Thema des "denkmal aktiv“-Projekts an der Liv-Ullmann-Schule soll sein: Vergessene Denkmale – auf den Spuren der Wernigeröder Montanindustrie.

Wernigerode liegt unterhalb des Brockengebirges, dort haben sich zwischen dem 13. und 19. Jh. zahlreiche Bergbaueinrichtungen entfaltet, so der Kobalt-, Eisenerz- und Silberbergbau sowie Marmorbrüche. Harzer Bergleute des Silbergewerks wechselten interessanterweise nach Abflauen hiesiger Rohstoffe in das Erzgebirge und verhalfen dort dem Silberbergbau zu einer neuen Blüte – hier gäbe es also regionale Bezüge noch zu Zeiten des früheren Bergbaus und der nachfolgenden Montanindustrie.

Bis heute ist Wernigerode durch zahlreiche historische Bezeichnungen geprägt, die der lokalen Geschichte des Bergbaus entstammen – hierzu zählen etwa der Kupferhammer, der Kesselteich, die Marmormühle am Voigtstieg, der Seigerhüttenteich oder die Freiheit in Hasserode. Sie bezeugen einen ehemaligen Standort für eisenverarbeitende Handwerksbetriebe und Industriestandorte. Die nahe gelegenen Hüttenbetriebe in Thale und Ilsenburg lösten im 16. und 17. Jahrhundert die hiesigen Hüttenbetriebe am Seigerhüttenteich ab. Auf diesen Spuren möchte die Liv-Ullmann Schule wandeln und mit Schülern vor Ort erkunden, welche Hintergründe die o.g. Standorte haben und ob noch bauliche Zeugnisse zu finden sind. Geplantes Arbeitsziel ist die Erstellung eines kartierten und fotodokumentarischen Stadtrundgangs durch Wernigerode, der als Unterrichtsbaustein für den regionalen Heimatkunde- oder Geographieunterricht genutzt werden kann.

Die Liv-Ullmann-Schule hat mehrfach an "denkmal aktiv“ teilgenommen und verfügt über viel Erfahrung bei der Konzeption von "denkmal aktiv“-Projekten sowie bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Die Federführung des angestrebten Verbundes übernimmt die Liv-Ullmann-Schule gern.

 

Europaschule Friesenschule Leer

Alte Häuser neu entdeckt

Kontakt: Birgit Ridder, Lehrerin (birgit.ridder[at]gmx.net)
Gesucht werden: 1–2 Schulen, bevorzugt in Ostfriesland
Verbund-Idee: Alte Häuser neu entdeckt – Welche besonderen Bauwerke können wir in unserer Stadt entdecken? Wie ist ihr Erhaltungs- bzw. Sanierungszustand? Sind sie denkmalgeschützt? Und wie sieht dieser Schutz aus?
Ziel des "denkmal aktiv“-Projekts an der Friesenschule Leer ist es, dass die Schüler mit offenen Augen durch die Stadt gehen und nicht nur die Geschäfte, sondern auch die Fassaden der Häuser der Stadt sehen, in der wir leben. Leer ist bekannt für seine reizvolle Altstadt – wie kam es dazu, dass sie in den siebziger Jahren nicht wie geplant abgerissen, sondern saniert wurde? Die Schüler setzen sich produktiv mit diesen Fragen auseinander, indem sie alte Häuser "neu“ sehen und im Kunstunterricht Bilder dazu entstehen lassen, in unterschiedlichen Techniken. Ergebnis soll eine Ausstellung in der Schule und im Anschluss auch in der Öffentlichkeit sein (Rathaus, Heimatmuseum). Es kann auch ein Kunst-Kalender entstehen. Das "denkmal aktiv“-Projekt soll in den Klassen 7–10 unserer Realschule angesiedelt werden, evt. in einem Wahlpflichtkurs Kunst.
Der genannte Themenschwerpunkt ist eine erste Idee, wir sind offen für Anregungen. Eventuell kommt für einen Verbund auch das Themenfeld “Gelebtes Erbe: Ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr“ in Frage. Die Federführung des Verbundes kann, muss aber nicht die Europaschule Friesenschule übernehmen.

 

John-Lennon-Gymnasium Berlin

Die alte Pracht Berlins – und wie zeigt sie sich heute?

Kontakt: Thorsten Kluge, Lehrer (Thorsten.Kluge[at]SenBJW.berlin.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Die prächtigen Zeugenschaften des vergangenen Berlins – im Detail, im Einzelgebäude, im Ensemble: Was macht die Pracht aus? Welche Botschaft sendet sie in ihre Umgebung aus? Wie können wir sie begreifen, erkunden, dokumentieren? Und: Wie zeigt sich Pracht heute? Bescheidener oder lauter, individueller oder einem Mainstream gehorchend?
Wir wollen die Hackeschen Höfe in den Fokus nehmen, ihre Substanz und Funktion erkunden. Die Schülerinnen und Schüler werden im Kunstunterricht im Kontext ästhetischer Forschung ein eigenes Vorhaben zur Untersuchung rund um die Höfe entwickeln und eine künstlerische Arbeit aus dieser Erforschung erarbeiten. Zusätzlich wollen wir prächtige bürgerliche Selbstdarstellung in der aktuellen Architektur der Berliner Mitte erkunden. Referenzobjekt dabei wird das "Schwarze Haus" am Rosa-Luxemburg-Platz sein. Ziel dieses Blickwechsels in die zeitgenössische Selbstdarstellung ist es, eine Auseinandersetzung der Lerngruppe mit einer einseitigen Begeisterung für oder einem Desinteresse an der Schönheit des Alten zu entfachen.
Wir nehmen bereits seit 12 Jahren an "denkmal aktiv" teil und verfügen über viel Erfahrung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Wir können helfen, Ihre Ideen so zu integrieren, dass sie sowohl im Rahmen unseres Verbundes umzusetzen sind als auch den formalen Bedingungen entsprechen. Die oben vorgestellte Verbund-Idee verstehen wir als Impuls, Anpassungen an Ihre Ideen sind auch für uns inspirierend und können dem Verbund ein neues Gesicht geben.

 

marcel-breuer-schule, Berlin

Museumsinsel Berlin – Architektur als Ausdruck von Macht und Pracht

Kontakt: Heike Sinning, Lehrerin Gymnasiale Oberstufe (sin[at]marcel-breuer-schule.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Historische und neue Architektur auf der Museumsinsel … oder die in Stein materialisierte Geschichte und Politik.
Auf der Berliner Museumsinsel präsentiert sich die noch relativ junge Hauptstadt in alter und – dank exzessiver baulicher Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen – auch in neuer, zeitgemäßer Pracht. Inwieweit das UNESCO-Weltkulturerbe nicht nur als Touristenmagnet in Regierungsviertelnähe zu verstehen ist, sondern auch politische und kulturelle Werte symbolisiert und deren historische Entwicklungen materialisiert und konserviert, soll in der Projektphase 2017/18 kritisch untersucht, reflektiert und dokumentiert werden.

 

Bei Interesse nehmen Sie bitte Verbindung zu dem jeweils genannten Ansprechpartner auf.

Bitte nehmen Sie zudem Kontakt auf zu:

Dr. Susanne Braun
E-Mail: Susanne.Braun@denkmalschutz.de
Tel: 0228 9091-450

und

Hartmut Koch
E-Mail: koch@scientificconsulting.de
Tel: 0171 7325571