denkmal aktiv

Kooperationsplattform zur Initiierung und Ausgestaltung von Schulverbünden im Schuljahr 2017/18

An einer Teilnahme an „denkmal aktiv“ inter­es­sierte Schulen können hier ihre Projekt­ideen sowie ihre Koope­ra­ti­ons­an­ge­bote und -gesuche für „denkmal aktiv“-Verbundprojekte zugäng­lich machen.

Wenn Sie eine Idee, ein Angebot oder ein Gesuch einbrin­gen möchten, füllen Sie bitte das Formblatt Verbund­part­ner gesucht 2017/18 aus und senden es an:

susanne.braun@denkmalschutz.de und koch@scientificconsulting.de

Wir stellen Ihre Angaben zeitnah in die Übersicht ein.

Aktuelle Ideen, Angebote und Gesuche

Sekundarschule Albrecht Dürer Merseburg

Orte der Refor­ma­tion

Kontakt: Elke Seidler, Lehre­rin (elke.seidler[at]googlemail.com)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundes­weit
Verbund-Idee: Der geplante Verbund ist im Themen­feld „Orte der Refor­ma­tion 2017: Schüler/innen erkun­den und erschlie­ßen bekannte und verges­se­nen Orte der Refor­ma­tion“ angesie­delt. Unter dieser Überschrift sollen Schüle­rin­nen und Schüler heraus­fin­den, welche Einflüsse die Refor­ma­tion auf die gesell­schaft­li­che, politi­sche und wirtschaft­li­che Struk­tur ihrer Stadt bzw. Region hatte – und erkun­den, an welchen histo­ri­schen Gebäu­den die Auswir­kun­gen der Refor­ma­tion bis heute sicht­bar sind. Darüber hinaus soll es darum gehen, wie diese Bauwerke genutzt werden und wer sich um ihren Erhalt kümmert. Im Verbund können die Auswir­kun­gen der Refor­ma­tion in der jewei­li­gen Stadt bzw. Region mitein­an­der vergli­chen und im Austausch disku­tiert werden.

Die Dürer-Schule wird sich mit den Zeugnis­sen der Refor­ma­tion im Bistum Merse­burg beschäf­ti­gen und erfor­schen, welche Auswir­kun­gen sie auf die Struk­tur der Stadt hatte (Kloster­schlie­ßung, Gründung des Domgym­na­si­ums, Säkula­ri­sie­rung des Stift­ster­ri­to­ri­ums). Das „denkmal aktiv“-Projekt ist hier mit Schülern der Jahrgangs­stufe 8 im Rahmen des Ganztags­an­ge­bots vorge­se­hen.

Die Sekun­dar­schule Albrecht Dürer übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des. Die Schule hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men, 2015/16 mit einem Projekt zur Merse­bur­ger Zollin­ger­turn­halle, im laufen­den Schul­jahr mit einem Projekt zur 1000-jährigen Geschichte der Stadt Merse­burg.

 

Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen

Unbequeme Denkmale – akut gefähr­det?

Kontakt: Jochen Buhren, Lehrer (buhren[at]kulturserver-nrw.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundes­weit
Verbund-Idee: Gemein­sa­mes Thema des Verbun­des sollen Denkmale sein, die eher als Last gelten oder auch solche, die in der öffent­li­chen Wahrneh­mung nicht auf Wohlwol­len und Gefal­len stoßen. Das können NS-Bauten sein oder Bunker­bau­ten des Zweiten Weltkriegs, aber auch jüngere Gebäude, die gemein­hin als unschön gelten. Welchen Wert haben solche Objekte? Ist ihr Erhalt beson­ders gefähr­det?

Das Kaiser-Karls-Gymnasium möchte sich mit der 50er-Jahre-Architektur in Aachen beschäf­ti­gen – mit unschein­ba­ren oder ungelieb­ten Gebäu­den, zum Teil auch ohne Denkmal­sta­tus, die im Erschei­nungs­bild der Stadt „unter­ge­hen“. Das geplante „denkmal aktiv“-Projekt ist mit Schülern der Jahrgangs­stu­fen 8–12 im Rahmen einer AG vorge­se­hen.

Das Kaiser-Karls-Gymnasium Aachen übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des. Die Schule hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men, z.B. zu den Themen Indus­trie­denk­male, Parkan­la­gen, Wohnge­bäude des 19. Jahrhun­derts.

 

Knobelsdorff-Schule, OSZ Bautechnik I, Berlin

Macht und Pracht – die König­li­che Porzellan-Manufaktur Berlin

Kontakt: Manuela Oppen­hau­sen und Chris­toph Hertz (vorname.nachname@knobelsdorff-schule.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern aus Berlin
Verbund-Idee: Zum Thema „Macht und Pracht“ möchte sich die Knobelsdorff-Schule mit der KPM Berlin beschäf­ti­gen und sucht dazu weitere Verbund­part­ner. Das „denkmal aktiv“-Team will im Beson­de­ren die Prunk­va­sen der Manufak­tur unter­su­chen, und zwar unter den folgen­den Frage­stel­lun­gen: Wann begann die Tradi­tion der Herstel­lung von Prunk­va­sen bei der KPM? Welche Vorbil­der gab es? Wer schenkte sie wem, zu welchem Anlass, in welcher Form? Was ist auf den Vasen darge­stellt? Welche Bedeu­tung haben die verwen­de­ten Symbole, Farben und Motive?

Die Schüle­rin­nen und Schüler sollen unter anderem im Archiv der KPM recher­chie­ren und haben dazu die Unter­stüt­zung einer Ausbil­de­rin in der KPM zugesi­chert bekom­men. Ergeb­nis der Projekt­ar­beit an der Knobelsdorff-Schule soll eine Broschüre zu den Prunk­va­sen der KPM sein.

Das geplante „denkmal aktiv“-Projekt ist an der Knobelsdorff-Schule im Rahmen des Berufs­schul­un­ter­richts vorge­se­hen, die Teilneh­mer werden ca. 19 Jahre alt sein.

Die Knobelsdorff-Schule übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des. Sie hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men, z.B. mit Projek­ten zur barocken Stadt­be­fes­ti­gung Berlins und zu den Bauma­te­ria­lien verschie­de­ner Berli­ner Kirchen.

 

Bergschule St. Elisabeth, Kath. Gymnasium, Heilbad Heiligenstadt

Gedenk­stät­ten­ar­beit, Denkmal­schutz und Natur­schutz – ein Spannungs­feld

Kontakt: Rudi Haase, Lehrer (rudihaase[at]aol.com)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundes­weit
Verbund-Idee: Bei der anste­hen­den Erklä­rung des „Grünen Bandes“, eines Teiles der ehema­li­gen inner­deut­schen Grenze, zum Natio­na­len Natur­mo­nu­ment werden die Inter­es­sen des Natur­schut­zes, des Denkmal­schut­zes und der Gedenk­stät­ten­ar­beit (Grenz­land­mu­seum Teistun­gen) in einigen Punkten kolli­die­ren. Ein Beispiel: Pflan­zen, die unter Natur­schutz stehen, bewach­sen ein denkmal­ge­schütz­tes Objekt, das Schaden nehmen könnte. Was ist zu tun, wenn dadurch der Durch­gang zu bedeut­sa­men Berei­chen des Grünen Bandes versperrt würde?)

Wir möchten einige Fälle kolli­die­ren­der Schutz­an­sprü­che aufgrei­fen und mögli­che Lösun­gen entwi­ckeln. Angestrebt wird etwa eine Handrei­chung für den Beirat, der künftig solche Konflikte lösen soll.
Das geplante „denkmal aktiv“-Projekt an der Bergschule St. Elisa­beth ist mit Schülern der Sekun­dar­stufe II vorge­se­hen.

Die Schule übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des. Sie hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men, z.B. in den Berei­chen Histo­ri­sche Kultur­land­schaf­ten, Umnut­zung von Denkma­len und Dokumen­ta­tion von Erhal­tungs­maß­nah­men.

 

Gesamtschule Uerdingen

Digita­ler Stadt­rund­gang – digitale Baudenk­ma­ler­kun­dung: Zeitzeug­nisse und Zeitzeu­gen

Kontakt: Anne Ising, Lehre­rin (anne.ising[at]gesamtschule-uerdingen.de)
Gesucht wird: 1 Schule, gern aus Nordrhein-Westfalen, aber auch bundes­weit
Verbund-Idee: Die Erstel­lung eines digita­len Rundgangs durch einen Ort oder ein denkmal­ge­schütz­tes Gebäude wirkt motivie­rend auf Schüle­rin­nen und Schüler. Mithilfe bestimm­ter Apps ist das leicht und macht Spaß. Die Gesamt­schule Uerdin­gen unter­stützt gern Schulen aus Nordrhein-Westfalen bei der Anwen­dung der Apps action bound oder Bipar­cours. Die Schüler setzen sich dabei mit denkmal­ge­schütz­ten Gebäu­den ausein­an­der und erstel­len im Verlauf des Projekts ein eigenes Produkt. Das Einbrin­gen von Fotos oder Filmen ist eine handlungs­ori­en­tierte Methode, um das Wissen über denkmal­ge­schützte Gebäude schüler­ori­en­tiert zu vermit­teln.

Die Gesamt­schule Uerdin­gen möchte ihren im vergan­ge­nen Schul­jahr entstan­de­nen digita­len Stadt­rund­gang erwei­tern und Zeitzeu­gen­in­ter­views aufneh­men, als Hörbei­trag oder audio­vi­su­ell. Bei Bipar­cours heißt der bestehende Parcours „Stadt­rund­gang durch Uerdin­gen“, er richtet sich insbe­son­dere an Kinder und Jugend­li­che. Die zu lösen­den Fragen werden mit Punkten belohnt, so dass die Schüle­rin­nen und Schüler in Gruppen den Parcours ablau­fen und ihre Ergeb­nisse messen können.

Das geplante „denkmal aktiv“-Projekt an der Gesamt­schule Uerdin­gen ist mit Schülern der Jahrgänge 5 bis 9 im Rahmen des Ganztags­an­ge­bots vorge­se­hen.

Die Schule übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des. Sie hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men: mit einem Projekt zur Drehbrü­cke im Uerdin­ger Hafen, zu dem Sponso­ren­gel­der gesam­melt wurden, mit einem fächer­über­grei­fen­den Ansatz (Geschichte und Chemie) zur Firma Dujar­din, bei dem es um Küferei und Destil­la­tion ging, schließ­lich mit der Erstel­lung einer Stadt­füh­rung.

 

Gymnasium Marienschule Hildesheim

Mehr als Geschichte: Unser Weltkul­tur­erbe lebt!

Kontakt: Julia-Carolin Boes, Lehre­rin (boes[at]marienschule-hildesheim.de)
Gesucht werden: 2 Schulen, gern bundes­weit, auch Auslands­schu­len sind möglich
Verbund-Idee: Im Zentrum des „denkmal aktiv“-Verbundprojekts soll jeweils eine lokale bzw. regio­nale UNESCO-Weltkulturerbestätte stehen – das bedeu­tet, die gesuch­ten Partner­schu­len müssen eine Welterbe­stätte vor Ort oder in der Nähe haben und diese behan­deln, um am Verbund teilneh­men zu können. Ausge­hend von der Frage, warum die UNESCO ein Objekt auf die Liste der Weltkul­tur­er­be­stät­ten aufge­nom­men hat, sollen Bedeu­tung und Umgang mit der entspre­chen­den Stätte erfor­schen werden. Insbe­son­dere wollen wir Fragen der Inter­na­tio­na­li­tät / Europäi­zi­tät des Objek­tes und der Identi­fi­ka­tion mit ihm nachge­hen; der Schwer­punkt soll auf dem Weltkul­tur­erbe heute liegen, seiner Nutzung, seinen Identi­fi­ka­ti­ons­an­ge­bo­ten, dem europäi­schen Gedan­ken.
Die Marien­schule möchte sich im Themen­feld „Geleb­tes Erbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission bewer­ben und sich unter diesem Blick­punkt mit dem Welterbe Hildes­heim beschäf­ti­gen.Fragen, die wir behan­deln wollen, sind z.B.:Die Weltkul­tur­er­be­stätte in der Gegen­wart:
  • Erhalt / Restau­rie­rung / Moder­ni­sie­rung
  • Nutzung (wie wird das Weltkul­tur­erbe „belebt“)
  • Vermarktung/ Wahrneh­mung (wie wird das Weltkul­tur­erbe „erlebt“)
  • Nachhal­tig­keit

Identi­fi­ka­tion:

  • lokal (insbe­son­dere Schüler)
  • europä­isch (europäi­scher Gedanke)

Die Weltkul­tur­er­be­stätte in der Zukunft:

  • Nutzung (Entwick­lung von Ideen / Konzep­ten)
  • Vermark­tung / Nachhal­tig­keit
  • Schüler als Erben und spätere Erblas­ser

Das „denkmal aktiv“-Projekt an der Marien­schule ist mit Schülern des Jahrgangs 10 geplant. Die Marien­schule hat bereits mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men und verfügt über viel Erfah­rung bei der Erstel­lung der Bewer­bungs­un­ter­la­gen. Sie übernimmt die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des.

 

Gemeinschaftsschule Meldorf

Kultur­denk­mal Fried­hof: Erken­nen – Erleben – Erinnern – Erhal­ten

Kontakt: Sabine Schwartz, Schul­lei­te­rin (sabineschwartz[at]aol.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (Nordver­bund – Schleswig-Holstein, Nieder­sach­sen)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die sich in ihrer Region mit einem histo­ri­schen Fried­hof als Kultur­denk­mal beschäf­ti­gen möchten und sich dazu in einem Schul­ver­bund austau­schen wollen (Aspekte: Merkmale, Identi­täts­stif­tung, Erhalt).

Das „denkmal aktiv“-Projekt soll mit einer Einfüh­rung in das Thema Denkmal­pflege begin­nen. Recher­chen auf dem Fried­hof zu Grabstei­nen und Stelen und zum damit berühr­ten Berufs­feld – Stein­metz / Restau­ra­tor / Bildhauer – sind geplant. Die Charak­te­ris­tika von Grabstät­ten und Bedin­gun­gen ihres Erhalts sollen thema­ti­siert werden, eine Exkur­sion zum Denkmal­amt ist vorge­se­hen. Im Archiv wollen wir darüber hinaus zum Kolle­gium der „Achtund­vier­zi­ger“ recher­chie­ren, ein Selbst­ver­wal­tungs­or­gan der Bauern­re­pu­blik Dithmar­schen. Wir möchten uns das Erstel­len eines Grabsteins vorneh­men und Insze­na­to­ri­sches zu einer Person der „Achtund­vier­zi­ger“ unter Hinzu­zie­hung der Infor­ma­tio­nen aus den Grabin­schrif­ten entwi­ckeln. Es geht uns dabei um Lernen und Lehren in wahrnehm­ba­ren Formen, perfor­ma­ti­ves Erken­nen, Erleben, Erhören, Ersehen, insze­na­to­ri­sches Handeln, räumli­che Wahrneh­mung, ästhe­ti­sche Bewusst­seins­bil­dung.
Sollten die gesuch­ten Verbund­schu­len ebenfalls einen perfor­ma­ti­ven Ansatz wählen, könnten diese Ergeb­nisse gemein­sam präsen­tiert und filmisch dokumen­tiert werden. Das „denkmal aktiv“-Projekt ist in Meldorf in der Sekun­dar­stufe I ab Klassen­stufe 8 geplant, es soll im Wahlpflicht­un­ter­richt mit den Fächern Darstel­len­des Spiel, Geschichte und Deutsch durch­ge­führt werden.

Die Gemein­schafts­schule Meldorf hat mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men – im Schul­jahr 2014/15 mit einem Projekt zum Meldor­fer Dom und in 2015/16 mit: „Kultur­erbe tradi­tio­nel­les Handwerk – Webtech­nik“. Die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des übernimmt die Gemein­schafts­schule Meldorf gern.

 

Diesterweg-Gymnasium Tangermünde

Orte der Refor­ma­tion 2017: Schüler/innen erkun­den und erschlie­ßen bekannte und verges­sene Orte der Refor­ma­tion

Kontakt: Petra Hoffmann, Lehre­rin (hoffmann-petra[at]gmx.net)
Gesucht werden: eine oder mehrere Schulen, gern aus dem gesam­ten Bundes­ge­biet
Verbund-Idee: Gemein­same Entwick­lung von Schul­pro­jek­ten im Themen­feld „Orte der Refor­ma­tion 2017“. Die Spuren­su­che am jewei­li­gen Ort jeder am Verbund betei­lig­ten Schule kann sich auf den Heimat- bzw. Schul­ort der Schüler bezie­hen. Fragen, die wir gern im Verbund bearbei­ten wollen, sind:
  • Wie hat die Refor­ma­tion die Stadt verän­dert und welche Einflüsse hatte die Refor­ma­tion auf die gesell­schaft­li­che und politi­sche Entwick­lung der Stadt?
  • Welche Gebäude und Orte schrei­ben Refor­ma­ti­ons­ge­schichte? Welchen archi­tek­to­ni­schen und welchen touris­ti­schen Wert haben diese Gebäude und Orte? Wer pflegt und erhält sie?
  • Wie kann der Wert und die histo­ri­sche Bedeu­tung dieser Orte und Gebäude in der Schule und in der Öffent­lich­keit verdeut­licht werden?

Die Gruppe der Jungen Tanger­mün­der Stadt­füh­rer des Diesterweg-Gymnasiums (Schüler der Klassen 5-10) möchte sich das zur Beant­wor­tung benötigte Wissen bei der Besich­ti­gung der mit der Refor­ma­tion in Verbin­dung stehen­den Gebäude und Orte erarbei­ten: In Tanger­münde wurden nach der Refor­ma­tion alle Neben­al­täre aus den Kirchen entfernt und teilweise als Bauma­te­rial weiter verwen­det. Davon kann man heute noch Beispiele finden. Andere Ausstat­tungs­ge­gen­stände, wie etwa Taufbe­cken, und auch den Gebrauch der Messge­wän­der behielt man noch lange Zeit bei. Als Ergeb­nis der Refor­ma­tion wurden schließ­lich das Tanger­mün­der Domini­ka­ner­klos­ter und das Augustiner-Chorherrenstift aufge­löst.

Bei der Erkun­dung dieser Orte der Refor­ma­tion sollen die Schüler fachkun­dig durch kompe­tente Projekt­part­ner geführt werden. Geplant ist eine enge Zusam­men­ar­beit mit der Tanger­mün­der evange­li­schen Kirchen­ge­meinde sowie mit Tanger­mün­der Heimat­for­schern und Archi­tek­ten. Auch das Arbei­ten im Stadt­ar­chiv und das Durch­ar­bei­ten histo­ri­scher Bücher und alter Dokumente könnte die Schüler bei ihrer Forschungs­ar­beit voran­brin­gen.

Als Projekt­er­geb­nis könnten die Jungen Tanger­mün­der Stadt­füh­rer ein Leseheft zur Refor­ma­tion in Tanger­münde erarbei­ten, das erwor­bene Wissen könnten die Schüler auf ihren Stadt­füh­run­gen an ihre Gäste weiter­ge­ben.

Als Leite­rin der Gruppe der Jungen Tanger­mün­der Stadtführer/Diesterweg-Gymnasium verfügt Petra Hoffmann über umfang­rei­che Erfah­run­gen auf dem Gebiet der Geschichts­for­schung mit Schülern und bei der Heran­füh­rung der Schüler an die Denkmal­pflege. Das Diesterweg-Gymnasium hat bereits sieben­mal an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men. Frau Hoffmann ist gern bereit, am Verbund inter­es­sierte Schulen beratend zu unter­stüt­zen und die Feder­füh­rung des in diesem Themen­feld arbei­ten­den Verbun­des zu überneh­men.

 

Liv-Ullmann-Schule, Wernigerode

Denkmale der Montan­in­dus­trie

Kontakt: Peter Nüchter­lein, Dipl.-Museologe, langjäh­ri­ger fachli­cher Partner der Schule (peter2009wr[at]gmail.com)
Gesucht werden: 2 Schulen (aus dem gesam­ten Bundes­ge­biet)
Verbund-Idee: Wir suchen zwei Schulen, die jeweils in ihrer Region Denkmale der Montan­in­dus­trie bearbei­ten möchten und sich dabei in Bezug auf die Heran­ge­hens­weise bei der Projekt­ar­beit sowie mit ihren Erkennt­nis­sen in einem Schul­ver­bund austau­schen wollen.

Thema des „denkmal aktiv“-Projekts an der Liv-Ullmann-Schule soll sein: Verges­sene Denkmale – auf den Spuren der Werni­ge­röder Montan­in­dus­trie.

Werni­ge­rode liegt unter­halb des Brocken­ge­bir­ges, dort haben sich zwischen dem 13. und 19. Jh. zahlrei­che Bergbau­ein­rich­tun­gen entfal­tet, so der Kobalt-, Eisenerz- und Silber­berg­bau sowie Marmor­brü­che. Harzer Bergleute des Silber­ge­werks wechsel­ten inter­es­san­ter­weise nach Abflauen hiesi­ger Rohstoffe in das Erzge­birge und verhal­fen dort dem Silber­berg­bau zu einer neuen Blüte – hier gäbe es also regio­nale Bezüge noch zu Zeiten des frühe­ren Bergbaus und der nachfol­gen­den Montan­in­dus­trie.

Bis heute ist Werni­ge­rode durch zahlrei­che histo­ri­sche Bezeich­nun­gen geprägt, die der lokalen Geschichte des Bergbaus entstam­men – hierzu zählen etwa der Kupfer­ham­mer, der Kessel­teich, die Marmor­mühle am Voigtstieg, der Seiger­hüt­ten­teich oder die Freiheit in Hasserode. Sie bezeu­gen einen ehema­li­gen Stand­ort für eisen­ver­ar­bei­tende Handwerks­be­triebe und Indus­trie­stand­orte. Die nahe gelege­nen Hütten­be­triebe in Thale und Ilsen­burg lösten im 16. und 17. Jahrhun­dert die hiesi­gen Hütten­be­triebe am Seiger­hüt­ten­teich ab. Auf diesen Spuren möchte die Liv-Ullmann Schule wandeln und mit Schülern vor Ort erkun­den, welche Hinter­gründe die o.g. Stand­orte haben und ob noch bauli­che Zeugnisse zu finden sind. Geplan­tes Arbeits­ziel ist die Erstel­lung eines kartier­ten und fotodo­ku­men­ta­ri­schen Stadt­rund­gangs durch Werni­ge­rode, der als Unter­richts­bau­stein für den regio­na­len Heimatkunde- oder Geogra­phie­un­ter­richt genutzt werden kann.

Die Liv-Ullmann-Schule hat mehrfach an „denkmal aktiv“ teilge­nom­men und verfügt über viel Erfah­rung bei der Konzep­tion von „denkmal aktiv“-Projekten sowie bei der Erstel­lung der Bewer­bungs­un­ter­la­gen. Die Feder­füh­rung des angestreb­ten Verbun­des übernimmt die Liv-Ullmann-Schule gern.

 

Europaschule Friesenschule Leer

Alte Häuser neu entdeckt

Kontakt: Birgit Ridder, Lehre­rin (birgit.ridder[at]gmx.net)
Gesucht werden: 1–2 Schulen, bevor­zugt in Ostfries­land
Verbund-Idee: Alte Häuser neu entdeckt – Welche beson­de­ren Bauwerke können wir in unserer Stadt entde­cken? Wie ist ihr Erhaltungs- bzw. Sanie­rungs­zu­stand? Sind sie denkmal­ge­schützt? Und wie sieht dieser Schutz aus?
Ziel des „denkmal aktiv“-Projekts an der Friesen­schule Leer ist es, dass die Schüler mit offenen Augen durch die Stadt gehen und nicht nur die Geschäfte, sondern auch die Fassa­den der Häuser der Stadt sehen, in der wir leben. Leer ist bekannt für seine reizvolle Altstadt – wie kam es dazu, dass sie in den siebzi­ger Jahren nicht wie geplant abgeris­sen, sondern saniert wurde? Die Schüler setzen sich produk­tiv mit diesen Fragen ausein­an­der, indem sie alte Häuser „neu“ sehen und im Kunst­un­ter­richt Bilder dazu entste­hen lassen, in unter­schied­li­chen Techni­ken. Ergeb­nis soll eine Ausstel­lung in der Schule und im Anschluss auch in der Öffent­lich­keit sein (Rathaus, Heimat­mu­seum). Es kann auch ein Kunst-Kalender entste­hen. Das „denkmal aktiv“-Projekt soll in den Klassen 7–10 unserer Realschule angesie­delt werden, evt. in einem Wahlpflicht­kurs Kunst.
Der genannte Themen­schwer­punkt ist eine erste Idee, wir sind offen für Anregun­gen. Eventu­ell kommt für einen Verbund auch das Themen­feld “Geleb­tes Erbe: Ein Beitrag zum Europäi­schen Kultur­er­be­jahr“ in Frage. Die Feder­füh­rung des Verbun­des kann, muss aber nicht die Europa­schule Friesen­schule überneh­men.

 

John-Lennon-Gymnasium Berlin

Die alte Pracht Berlins – und wie zeigt sie sich heute?

Kontakt: Thors­ten Kluge, Lehrer (Thorsten.Kluge[at]SenBJW.berlin.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Die präch­ti­gen Zeugen­schaf­ten des vergan­ge­nen Berlins – im Detail, im Einzel­ge­bäude, im Ensem­ble: Was macht die Pracht aus? Welche Botschaft sendet sie in ihre Umgebung aus? Wie können wir sie begrei­fen, erkun­den, dokumen­tie­ren? Und: Wie zeigt sich Pracht heute? Beschei­de­ner oder lauter, indivi­du­el­ler oder einem Mainstream gehor­chend?
Wir wollen die Hacke­schen Höfe in den Fokus nehmen, ihre Substanz und Funktion erkun­den. Die Schüle­rin­nen und Schüler werden im Kunst­un­ter­richt im Kontext ästhe­ti­scher Forschung ein eigenes Vorha­ben zur Unter­su­chung rund um die Höfe entwi­ckeln und eine künst­le­ri­sche Arbeit aus dieser Erfor­schung erarbei­ten. Zusätz­lich wollen wir präch­tige bürger­li­che Selbst­dar­stel­lung in der aktuel­len Archi­tek­tur der Berli­ner Mitte erkun­den. Referenz­ob­jekt dabei wird das „Schwarze Haus“ am Rosa-Luxemburg-Platz sein. Ziel dieses Blick­wech­sels in die zeitge­nös­si­sche Selbst­dar­stel­lung ist es, eine Ausein­an­der­set­zung der Lerngruppe mit einer einsei­ti­gen Begeis­te­rung für oder einem Desin­ter­esse an der Schön­heit des Alten zu entfa­chen.
Wir nehmen bereits seit 12 Jahren an „denkmal aktiv“ teil und verfü­gen über viel Erfah­rung bei der Erstel­lung der Bewer­bungs­un­ter­la­gen. Wir können helfen, Ihre Ideen so zu integrie­ren, dass sie sowohl im Rahmen unseres Verbun­des umzuset­zen sind als auch den forma­len Bedin­gun­gen entspre­chen. Die oben vorge­stellte Verbund-Idee verste­hen wir als Impuls, Anpas­sun­gen an Ihre Ideen sind auch für uns inspi­rie­rend und können dem Verbund ein neues Gesicht geben.

 

marcel-breuer-schule, Berlin

Museums­in­sel Berlin – Archi­tek­tur als Ausdruck von Macht und Pracht

Kontakt: Heike Sinning, Lehre­rin Gymna­siale Oberstufe (sin[at]marcel-breuer-schule.de)
Gesucht werden: 2 Schulen
Verbund-Idee: Histo­ri­sche und neue Archi­tek­tur auf der Museums­in­sel … oder die in Stein materia­li­sierte Geschichte und Politik.
Auf der Berli­ner Museums­in­sel präsen­tiert sich die noch relativ junge Haupt­stadt in alter und – dank exzes­si­ver bauli­cher Erweiterungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men – auch in neuer, zeitge­mä­ßer Pracht. Inwie­weit das UNESCO-Weltkulturerbe nicht nur als Touris­ten­ma­gnet in Regie­rungs­vier­tel­nähe zu verste­hen ist, sondern auch politi­sche und kultu­relle Werte symbo­li­siert und deren histo­ri­sche Entwick­lun­gen materia­li­siert und konser­viert, soll in der Projekt­phase 2017/18 kritisch unter­sucht, reflek­tiert und dokumen­tiert werden.

 

Bei Inter­esse nehmen Sie bitte Verbin­dung zu dem jeweils genann­ten Ansprech­part­ner auf.

Bitte nehmen Sie zudem Kontakt auf zu:

Dr. Susanne Braun
E-Mail: Susanne.Braun@denkmalschutz.de
Tel: 0228 9091-450

und

Hartmut Koch
E-Mail: koch@scientificconsulting.de
Tel: 0171 7325571