An der Grundschule Bornim in Potsdam haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 im Februar 2026 in einer Projektwoche die zahlreichen verschiedenen Denkmale kennengelernt, die in der direkten Umgebung der Schule zu finden sind – die Bornimer Kirche etwa, der Alte und der Neue Friedhof, die landwirtschaftlich angelegte und ästhetisch gestaltete Lennésche Feldflur, das Wohnhaus und der Garten des berühmten Staudenschöpfers Karl Förster von 1910/11, das Alte Gut und auch das einstige Kulturhaus des Instituts für Landtechnik mit seinem Wandfries aus den 1960er Jahren. Ziel der Projektwoche: Alle Kinder sollen ihre eigene, persönliche Erfahrung mit verschiedenen Denkmalorten „vor der Schultür“ machen, sie erkunden und beschreiben können.
Lehrerin Angelika Wemhoff leitete das Projekt an und bereitete es mit einer Doppelstunde zum Begriff „Denkmal“ vor. Alle sammelten an diesem Tag gemeinsam ihre unterschiedlichen Gedanken dazu und sortierten sie. „Warum gibt es Denkmale?“ war in den Gesprächen eine zentrale Frage. Abschließend konnten die Kinder ihre Wunsch-Denkmalorte benennen, die sie gern näher kennenlernen wollten, und bildeten für die eigentliche Projektwoche zehn Kleingruppen.
Zum Projektwochen-Start dann empfingen die Schülerinnen und Schüler die erste Expertin in der Schule - Frau Dobin vom Bürgerverein Bornim führte sie am Montag in die historischen Zusammenhänge des Heimat- und Schulortes ein. Der Dienstag und der Mittwoch waren für Exkursionen zu den Denkmalen da, sie wurden von weiteren Fachleuten begleitet. So zeigte Herr Merk einer Gruppe das Wohnhaus Karl Försters, Frau Nerlich führte mit einer anderen Gruppe ein Werkstattgespräch zu Werner Nerlichs Wandfries im Kulturhaus.
Die weiteren Tage verbrachten die Projektgruppen damit, zu ihrem jeweiligen Denkmal Seiten für eine große Wandzeitung über die Bornimer Denkmale zu erstellen. Zusätzlich verarbeiteten die Kinder ihre Ergebnisse in digitaler Form: mit einem Actionbound, der wie eine Denkmal-Schnitzeljagd durch Bornim führt. Schließlich wurden am 10. März sowohl ein Exemplar der Wandzeitung als auch der Actionbound zu den Bornimer Denkmalen öffentlich präsentiert, und zwar im Bürgerhaus Bornim.
Der intensive Kontakt und Austausch mit den Fachleuten des Bürgervereins, des Foerster-Hauses und mit Frau Nerlich hat bei den Kindern einen großen und bleibenden Eindruck hinterlassen. Ihre Rückmeldung auf die Projektwoche und die Exkursionen fiel absolut positiv aus und war verbunden mit dem Wunsch, das Denkmalprojekt zu wiederholen oder weiter zu vertiefen.
Um nur eine der begeisterten Antworten aus den Feedback-Bögen der Kinder zu nennen:
„Ihr hattet eine super Idee!“
