Wie kann ich am Schulprogramm teilnehmen?

Um was geht es bei denkmal aktiv?

Was sind Kultur­denk­male und worin besteht ihr Wert? Was erzäh­len sie über die Menschen, die hier gelebt, gelernt oder gearbei­tet haben? Wo finde ich Spuren, die etwas über die Geschichte des Ortes verra­ten, was erfahre ich über Bauma­te­ria­lien und Handwerk? Was sollte erhal­ten werden, welchen schäd­li­chen Einflüs­sen sind Denkmale ausge­setzt und wie kann ich zur Bewah­rung des Kultur­er­bes beitra­gen? Solchen Fragen gehen Schüle­rin­nen und Schüler im Rahmen von „denkmal aktiv“-Projekten nach.

Das Schul­pro­gramm der Deutschen Stiftung Denkmal­schutz und seine Partner bieten Schulen zum kommen­den Schul­jahr wieder eine Ausschrei­bung an, in deren Mittel­punkt das Denkmal als Lernort steht und die Vermitt­lung von Wert und Bedeu­tung des kultu­rel­len Erbes.

Ergän­zend kommt ein Förder­schwer­punkt neu hinzu, den die Stiftung in Zusam­men­ar­beit mit den Schüler­la­bo­ren der Univer­si­tä­ten Bochum und Göttin­gen umsetzt. Mit dem von der Deutschen Bundes­stif­tung Umwelt unter­stütz­ten Koope­ra­ti­ons­pro­jekt rufen die Partner in einer eigenen Ausschrei­bung dazu auf, schäd­li­che Umwelt­ein­flüsse auf das Kultur­erbe in den Blick zu nehmen und im Unter­richt zu vermit­teln.

Bewer­bungs­schluss für beide Ausschrei­bun­gen ist der 7. Mai 2021.

Ausschreibung denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule für das Schuljahr 2021/22

Förder­fä­hig an Schulen bundes­weit sind Projekte, in denen die Beschäf­ti­gung mit Denkma­len im Mittel­punkt steht. Ob es darum geht, ein Fachwerk­haus oder ein Kino aus den 1950er Jahren, eine bedeu­tende Kathe­drale oder die still­ge­legte Produk­ti­ons­stätte eines einst die Region prägen­den Gewer­bes zu erkun­den: Das gewählte Projekt­thema soll es Schüle­rin­nen und Schülern ermög­li­chen, Denkmale in ihrem Lebens­um­feld kennen und neu sehen zu lernen und ihren Entde­cker­geist am außer­schu­li­schen Lernort Denkmal einzu­set­zen. In vielen Bundes­län­dern geben Förder­part­ner dazu inhalt­li­che Anregun­gen.

Projektanregungen

Werden in Ihrer Gemeinde gerade Diskus­sio­nen darüber geführt, ob ein Haus im histo­ri­schen Ortskern erhal­ten oder abgebro­chen werden sollte? Eine gute Gelegen­heit, an diesem Beispiel die Werte von Denkma­len für unsere Gesell­schaft zu erkun­den und das Bauwerk als außer­schu­li­schen Lernort zum Gegen­stand eines Schul­pro­jekts zu machen! 
Das Thema Nachhal­tig­keit steht im Mittel­punkt, wenn es um Leerstände und Umnut­zung geht oder um die energe­ti­sche Ertüch­ti­gung eines histo­ri­schen Wohnhau­ses.
Auch ein
berufs­ori­en­tier­ter Ansatz ist möglich. Mit ihm lässt sich an einem Denkmal vor Ort ganz praktisch erfah­ren, welche Handwerke, planen­den und dokumen­tie­ren­den Berufe in welchen Einrich­tun­gen der Stadt mit Denkma­len beschäf­tigt sind und was sie tun.

Überle­gen Sie einfach einmal, welche Denkmale es in Reich­weite Ihrer Schule gibt, und Sie werden sehen, wie viel Spannen­des sich damit in allen Fächer­grup­pen reali­sie­ren lässt.

Arbeits­ma­te­ria­lien und Projekt­bei­spiele finden Sie hier

Ausschreibung Schädliche Umwelteinflüsse auf das Kulturerbe im Unterricht vermitteln für das Schuljahr 2021/22

Im kommen­den Schul­jahr lädt die Deutsche Stiftung Denkmal­schutz gemein­sam mit den Schüler­la­bo­ren der Univer­si­tä­ten Göttin­gen und Bochum zum Lernen an Denkma­len und ihren Schadens­bil­dern ein. Der Förder­schwer­punkt im Rahmen des Schul­pro­gramms denkmal aktiv zielt auf Projekte, bei denen Schulen und Schüler­la­bore zusam­men­ar­bei­ten. Das Koope­ra­ti­ons­pro­jekt wird unter­stützt von der Deutschen Bundes­stif­tung Umwelt und ist auf drei Jahre angelegt. Es startet im Schul­jahr 2021/22 modell­haft mit den beiden genann­ten Schüler­la­bo­ren. Deshalb richtet sich die Ausschrei­bung zunächst v. a. an Schulen in ihrem Einzugs­be­reich – in Nordrhein-Westfalen, in Nieder­sach­sen und im Norden von Hessen und Thürin­gen.

Projektanregungen

Ziel des Förder­schwer­punkts ist es, junge Menschen für die Notwen­dig­keit von Umwelt­ent­las­tung zu sensi­bi­li­sie­ren und dabei ein Bewusst­sein für einen schonen­de­ren Umgang mit der gebau­ten Umwelt zu schaf­fen.
Im Zentrum der schuli­schen Projekt­ar­beit steht die Ausein­an­der­set­zung mit schäd­li­chen Umwelt­ein­flüs­sen auf das Kultur­erbe: Wie gefähr­den Umwelt­ein­flüsse die histo­ri­schen Bauten, die mich umgeben, und wie kann ich selbst zur Bewah­rung des Kultur­er­bes beitra­gen? 

Das Geistes­wis­sen­schaft­li­che Schüler­la­bor der Univer­si­tät Göttin­gen beglei­tet Sie und Ihre Lerngruppe bei der Erkun­dung von Umwelt­schä­di­gun­gen an Denkma­len wie Fachwerk- oder Bürger­häu­sern, Grabstei­nen oder gesetz­ten Denkma­len, die mit Inschrif­ten auf frühere Zeiten verwei­sen.
Das Schüler­la­bor der Ruhr-Universität Bochum bietet für die Unter­su­chung von Umwelt­schä­den an Denkma­len aus naturwissenschaftlich-technischer Perspek­tive Unter­stüt­zung an und zeigt auf, wie die verschie­dens­ten Materia­lien, die wir an Baudenk­ma­len finden, auf Umwelt­ein­flüsse reagie­ren und durch sie Schaden nehmen.

Online-Broschüre zum Förder­schwer­punkt (Download-PDF)

Lehrkräf­te­fort­bil­dung Geistes­wis­sen­schaf­ten am 23. Februar 2021

Lehrkräf­te­fort­bil­dung Natur­wis­sen­schaf­ten am 5. und 13. März 2021

Zielgruppe

Für die Teilnahme am Schul­pro­gramm der Deutschen Stiftung Denkmal­schutz können sich alle Schulen ab der Jahrgangs­stufe 5 bewer­ben, indem sie eine aussa­ge­kräf­tige Projekt­idee einrei­chen. Mit ihr skizziert eine projekt­lei­tende Lehrkraft, wie sich welche Lerngruppe(n) im Unter­richt, in schuli­schen Arbeits­ge­mein­schaf­ten oder in Einbin­dung in den Ganztag im Verlauf eines Schul­jahrs mit einem Denkmal vor Ort ausein­an­der­set­zen können.

Förderung

Schulen, die an denkmal aktiv - Kultur­erbe macht Schule teilneh­men, werden bei der Durch­füh­rung ihrer Projekte fachlich-koordinativ beglei­tet und mit 1.900 Euro unter­stützt. Die Förder­gel­der stehen zur Verfü­gung, um Kosten zu decken, die im Rahmen der Projekt­ar­beit der Lerngruppe entste­hen.

Zeitrahmen

Jedes Jahr im März wird das Schul­pro­gramm der Deutschen Stiftung Denkmal­schutz ausge­schrie­ben. Eine Bewer­bung ist von diesem Zeitpunkt bis zum Mai des Jahres möglich. Sie ist einzu­rei­chen für ein Projekt, das nach den Sommer­fe­rien startet und während des Schul­jah­res durch­ge­führt wird.
Im Bewer­bungs­zeit­raum stehen die Bewer­bungs­un­ter­la­gen hier zum Download zur Verfü­gung. Eine Jury wählt vor den Sommer­fe­rien die Schulen aus, die im kommen­den Schul­jahr geför­dert werden.

Vorbereitung der Bewerbung

Die Bewer­ber­schule formu­liert ein Thema, das sie im Verlauf des folgen­den Schul­jah­res an einem oder auch an mehre­ren Denkma­len vor Ort bearbei­ten möchte.

Für die Projekt­ar­beit formiert sie ein Team aus Lehrkräf­ten und Lerngrup­pen (in Klassen, einzel­nen oder mehre­ren Unter­richts­fä­chern, einer Ganztags-AG, …). Das Schul­team sucht schließ­lich in der Region fachli­che Partner aus den Berei­chen Denkmal- und Kultur­land­schafts­schutz, die das Projekt beglei­ten können.

Infor­ma­tio­nen und Vorla­gen zur Projekt­ar­beit

Das Schul­pro­gramm denkmal aktiv - Kultur­erbe macht Schule steht unter Schirm­herr­schaft der Deutschen UNESCO-Kommission.