Havemann-Gymnasium, Berlin

Karow im Lichte der Nachverdichtung

In der unmittelbaren Nähe von Flächen, auf denen in Karow Süd ein neues Wohnquartier entstehen soll, liegen ein spätromanischer Kirchenbau sowie urgeschichtliche Gräberfelder. Ein Archäologiekurs will die durch die Baumaßnahmen potentiell gefährdeten Bodendenkmale untersuchen, es sind Urnengräber spätbronzezeitlicher/früh eisenzeitlicher Siedlungen. Der Kurs arbeitet dazu im Rahmen einer Forschungskooperation der Schul-Fachbereiche Geschichte, Physik und Geographie. Er bekommt zunächst eine Einführung in die praktische Anwendung geophysikalischer Methoden, der Kartographie und der klassischen Quellenkunde. Darauf aufbauend visualisieren die Jugendlichen alte Strukturen und bauen eine Datenbank von Bodendenkmalen mit systematischer, GIS-unterstützter Auswertung auf. Das Areal im Karower Süden bietet ihnen die seltene Möglichkeit, Erkenntnisse zur Ausdehnung des Bestattungsplatzes und dem Bestattungsbrauch, außerdem zum Siedlungsverhalten der Menschen zu erhalten, die hier vor 3300 Jahren lebten. Fachlich begleitet wird der Projektkurs von der FU Berlin, Lehrstuhl für Prähistorische Archäologie, und dem Referenten für Bodendenkmalinventarisation im Landesdenkmalamt Berlin. Um die Ergebnisse der Erkundungen zu sichern, werden Plakate und Drohnenbilder zu den Bodendenkmalen entstehen.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Dr. M Hegewisch, Dr. T. Schreiber, FU Berlin, Inst. f. Prähistorische Archäologie; Dr. J. Henker, LDA Berlin
Ergänzungskurs Archäologie
Q1, Q2

Dokumentation

Aktuelles

denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro

Spannende Einblicke in das Lernen am Denkmal: unser Projektschaufenster 

Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal