Internat Solling, Holzminden

Das Landschulheim ab 1933 - jüdische Schicksale

Das heutige Internat Solling wurde 1910 als Landschulheim am Solling errichtet, drei seiner Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Von ihnen ausgehend beschäftigen sich Kunst- und Geschichtskurse im Jahrgang 10 mit den historischen, kulturgeschichtlichen, landschaftlichen und auch mit den pädagogischen Hintergründen der Internatsgründung und -entwicklung. Dazu klären sie einerseits Fragen zum Denkmalcharakter der Schulgebäude: Was ist ein Denkmal? Warum und wie wird es erhalten? Was bedeutet das für den Umgang mit der Substanz, etwa bei Renovierungen? Ist Lernenden und Lehrenden bewusst, dass sie in einem Denkmal leben und arbeiten und wie äußert sich das? Andererseits erforschen die Kurse die Geschichte der Gebäude von 1910 bis 1945: Wie kam es zur Gründung des Landschulheims, welche pädagogischen Ziele wurden verfolgt? Wie entwickelten sich Internat und Schule zwischen 1910 und 1933 und wie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten? An diesem Punkt knüpfen die Kurse an vorliegende Forschungsarbeiten an und ergänzen sie mit eigenen Forschungen zur Geschichte jüdischer Schülerinnen und Schüler. Bei den Arolsen Archives holen sie Auskunft zu jüdischen Bewohnern des Landschulheims ein, das Forum Jacob Pins in Höxter und die Israelitische Gartenbauschule Ahlem in Hannover werden als Lernorte einbezogen.

Archiv Internat Solling; Arolsen Archives
Geschichte, Kunst
Kurse im Jg. 10

Aktuelles

denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro

Spannende Einblicke in das Lernen am Denkmal: unser Projektschaufenster 

Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal