Gymnasium Wöhlerschule, Frankfurt/Main

Zwischen Wiederaufbau und demokratischer Neugestaltung - die Wöhlerschule

Die Wöhlerschule wurde 1957 fertiggestellt und feiert so im Schuljahr 2026/27 ihren 70. Geburtstag. Das Ensemble im Pavillon-Stil ist denkmalgeschützt und steht als Bildungsgebäude exemplarisch für die Architektur der Nachkriegsmoderne, die Frankfurt und den Stadtteil Dornbusch prägt. Was waren die Hintergründe seiner Entstehung zur Zeit des Wiederaufbaus? Welchen Stellenwert hat das Gebäude heute? Und wie ist die zukünftige Entwicklung vorstellbar? Das Projekt wird fächerübergreifend umgesetzt. Lerngruppen der Jahrgänge 9-11 arbeiten zu ihrem jeweiligen Thema in Unterrichtseinheiten, etwa zur Entwicklung des Dornbusch vom bürgerlichen Vorkriegsviertel bis zum Wiederaufbau oder zu Frankfurts Rolle in der Politik der Nachkriegszeit und dem damaligen Aufbau von Bildungseinrichtungen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf den Gebäuden des Hessischen Rundfunks in der Nähe der Schule, die als Sitz des Deutschen Bundestages geplant waren. Eine Deutschklasse im Jahrgang 11 forscht über das gesamte Schuljahr hinweg zu ehemaligen Schülern der Wöhlerschule, die in Verbindung zum Projektthema stehen.
In Recherchen, Interviews, Textproduktionen und Präsentationen werden abschließend Tafeln für eine Ausstellung zum Schulgebäude entstehen, außerdem eine Begleitbroschüre dazu. Sie thematisieren das Schulgebäude als lebendiges Denkmal im urbanen Raum und werden auch anderen Schulen im Stadtbezirk zur Verfügung gestellt. Am Tag des offenen Denkmals im September 2027 schließlich bieten die Schülerinnen und Schüler Führungen durch ihr Schulhaus für interessierte Besucher an.

Institut für Stadtgeschichte; Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Inventarisation; Architekturmuseum Frankfurt
Deutsch, Geschichte
Klassen der Jg. 9-11

Dokumentation