Berufliche Schule 7, Nürnberg

Das Reichsparteitagsgelände. Nationalsozialistisches Erbe erklärt

Auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände fanden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933-38 die Reichsparteitage der NSDAP statt. Mit seiner unvollendeten Kongresshalle, Zeppelintribüne und Ehrenhalle zählt der Komplex zu den größten erhaltenen Bauzeugnissen der NS-Zeit; ein Dokumentationszentrum dort befasst sich mit der Geschichte des Ortes. Um sie geht es in diesem Projekt.
Das Team der Berufsschule erkundet das Gelände und recherchiert dazu, eine Exkursion führt die Jugendlichen auch zu den denkmalgeschützten Überresten des Modells für die Nürnberger Stadiontribüne im nahen Hirschbachtal. Dann wählt die Vorklasse der Berufsoberschule aus den Stationen des Reichsparteitaggeländes drei aus, zu denen sie einen gedruckten Begehungsführer erstellt. Er soll in leichter Sprache entstehen, dazu werden die Fachschaft Deutsch und Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache eingebunden. Über QR-Codes werden auch Audio-Dateien mit Erklärungen in arabischer und russischer Sprache abrufbar gemacht, und in weiteren Schuljahren sollen die restlichen Bauwerke in die Führung aufgenommen werden. In einer für das Thema reservierten Projektwoche werden die Materialien erarbeitet. Berufsintegrations-Klassen der Schule erfahren das Reichsparteitagsgelände schließlich im Rahmen einer Exkursion, bei der die Vorklassen-Teilnehmer für sie als Guides auftreten.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg; Geschichte für Alle e.V.
Deutsch, Geschichte/Sozialkunde
Vorklasse Berufsoberschule

Dokumentation

 

Die Projekt­lei­te­rin:

„Das Staats­thea­ter Nürnberg wird den Innen­hof der ehema­li­gen Kongress­halle als Interims­spiel­stätte nutzen. Diese Tatsa­che hat in Nürnberg für kontro­verse Diskus­sio­nen gesorgt. Deshalb wird mit den Schüle­rin­nen und Schülern sicher­lich auch die Frage der gegen­wär­ti­gen Nutzung von Bauten aus der Zeit des NS thema­ti­siert werden. […] Wichtig ist es, den Schüle­rin­nen und Schülern zu vermit­teln, dass die Beschäf­ti­gung mit den Bauten des Natio­nal­so­zia­lis­mus keines­wegs nur von histo­ri­schem Inter­esse ist, sondern dass es gerade in unserer Zeit, in der rechtes Gedan­ken­gut eine Renais­sance erlebt, entschei­dend ist, unsere Vergan­gen­heit nicht zu verges­sen.“

Aktuelles

denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro

Spannende Einblicke in das Lernen am Denkmal: unser Projektschaufenster 

Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal