Carl-Diercke-Oberschule, Kyritz

junges museum aktiv: Begegnungsort Klostergarten

Im Wahlpflicht-Kurs geht es um das ehemalige Franziskanerkloster Kyritz und in diesem Jahr vor allem um die Entdeckung der Historie des Klostergartens. Seit ca. 500 Jahren ist der Klostergarten in Nutzung, erst als Nutz-, später als Ziergarten; in den letzten Jahren diente er als kultureller Begegnungsort. Das Projektteam hat sich die Vermittlung dieses Teils des denkmalgeschützten Klosterareals an Jugendliche vorgenommen. Mit den Ergebnissen von Erkundungen, mit Aktivitäten und kreativer Arbeit wollen sich die Lernenden in das im Klosterviertel entstehende "junge museum Kyritz" einbringen. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren in historischen Aufzeichnungen zu Veränderungen in den vergangenen Jahrhunderten und interviewen Zeitzeugen der jüngeren Vergangenheit des Klosterviertels. Dabei stehen die Bedeutung für das Kloster und für die Stadt im Mittelpunkt. Weiterhin nehmen die Schülerinnen und Schüler aktiv an der zukünftigen Gestaltung und Pflege des Klostergartens teil, die insbesondere für den alten Baumbestand erforderlich ist. In digitalen interaktiven Geschichtsbüchern werden die Erkenntnisse aus den Nachforschungen des Kurses festgehalten.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg
S. Lehmann, Kuratorin, Stadt Kyritz, junges museum
Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften
Jg. 10

Dokumentation


Schülerinnen beim Kartieren des Klostergartens ...

... sowie der Mauer des Gartens ...


... alles wird in einer Skizze festgehalten ...

... und am Ende digitalisiert (Fotos: Kai Raabe, Kyritz)

Der Projekt­lei­ter:

„Garten­denk­mä­ler haben viele Funktio­nen, die Gebäu­de­denk­mä­ler nicht aufwei­sen können. So haben diese auch heute noch, neben der histo­ri­schen und kultu­rel­len Bedeu­tung, einen aktuel­len Nutzen als Lebens­raum für viele Tier- und Pflan­zen­ar­ten, die sich als Kultur­fol­ger den von Menschen geschaf­fe­nen Struk­tu­ren angepasst haben. Deshalb ist die Instand­hal­tung eines solchen Denkmals beson­ders wichtig. Weiter­hin kann bei Garten­denk­mä­lern aktiv an der Gestal­tung mitge­wirkt werden. Es gilt hierbei den histo­ri­schen Kontext zu erhal­ten und gleich­zei­tig moder­nen Biotop- und (wie in diesem Falle) Gebäu­de­schutz zu betrei­ben.“