
In der Mittelschule geht es um die Spuren der Geschichte im Münchner Stadtteil Freiham, wo gerade ein neues Wohnquartier von der Größe einer Kleinstadt entsteht. Fächerübergreifend u.a. in Geschichte/Politik/Geografie, Deutsch sowie Wirtschaft und Beruf spüren die Lernenden einer 8. Klasse dem historischen Kern des Quartiers nach, dem ehemaligen Gut Freiham. Auch der benachbarte ehemalige Ortskern Aubing und zum Vergleich Denkmale wie der nahe gelegene Münchner Olympiapark werden in die Betrachtungen der Schülerinnen und Schüler einbezogen. Die Lernenden suchen die baulichen Relikte im Quartier auf - das Hofmarkschloss Freiham, den Wirtschaftshof und die Kirche -, legen Portfolios dazu an und befragen Experten. Sie untersuchen, auf welche Art der Erhalt nachhaltig ist und erkunden dabei das Berufsfeld Denkmalpflege. Schließlich erstellen sie Tafeln zu Kultur und Natur - und geben abschließend ihr Wissen auch in einer schulischen Projektwoche an die Schulgemeinschaft weiter.
Die Instandsetzung des Gasthauses Gut Freiham wurde mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet, den die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks verleiht.

Die Projektleiterin:
„Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit der Frage auseinander, welche historischen Spuren sich in ihrer unmittelbaren Umgebung finden lassen. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für Geschichte im Alltag zu entwickeln und Achtsamkeit dafür zu fördern, Denkmäler wahrzunehmen, bewusst stehen zu bleiben und gegebenenfalls eigenständig dazu zu recherchieren. Besonders prägend war der Besuch der Bauinnung München, der bei den Lernenden einen starken Eindruck hinterließ und den Wunsch nach einer weiteren Kooperation festigte; entsprechende Unterstützung wurde bereits zugesichert. Zudem vermittelte das Stadtteilmanagement Freiham anschaulich die Entwicklung des Stadtteils hin zum heutigen neuen Viertel, was bei den Lernenden viele Aha- und Wow-Momente auslöste, da das Thema für sie besonders aktuell und lebensnah ist.
An einem Ausflugstag standen Denkmäler im Stadtteil Aubing auf dem Programm. Besonders ins Auge fiel dabei der Wasserturm, der schon von Weitem beeindruckte und ein anschauliches Beispiel für ein technisches Denkmal darstellt. Bei einem kleinen Spaziergang suchte die Klasse verschiedene historische Relikte auf. Dabei wurde schnell klar, wie viel Geschichte sich direkt vor unserer Haustür verbirgt. Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht darüber, welche Bedeutung die einzelnen Denkmäler früher hatten und welche Geschichten sie bis heute erzählen.
Der Ausflug machte deutlich, dass Geschichte nicht nur im Klassenzimmer stattfindet, sondern auch im Alltag entdeckt werden kann – manchmal nur ein paar Schritte entfernt.“
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Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal
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