
Die East Side Gallery, seit 1991 in der Denkmalliste, liegt nur wenige Gehminuten von der Schule entfernt. Das 1,3 Kilometer lange Mauerstück, das Graffiti-Künstler nach der Wiedervereinigung zur Open-Air-Galerie umgestaltet hatten, musste 2009 saniert werden, danach wurden die Kunstwerke überarbeitet, neu interpretiert oder ganz neu geschaffen. So wirft das eingetragene Denkmal als Relikt der innerdeutschen Grenzmauer, aber auch als Ort des Erinnerns und der künstlerischen Aneignung Fragen des Umgangs und des langfristigen Erhalts auf. Mit einer 10. Klasse soll es im Projekt fächerübergreifend darum gehen, woran erinnert werden soll, welchen Objekten wir Denkmalwert zugestehen, aber auch darum, wie man natürlichen Einflüssen wie Witterung oder Korrosion begegnen kann, um den Erhalt sicherzustellen. Auch wie mit dem Bedarf nach öffentlichen Spreezugängen und urbanen Erweiterungen denkmalverträglich umzugehen ist, wird Thema sein. Die Jugendlichen erkunden die East Side Gallery in Exkursionen und Workshops, mit Recherchen, Zeitzeugen-Gesprächen und künstlerischen Annäherungen und gestalten zum Projektabschluss eine Ausstellung.

Die Projektleitung:
„Im denkmal aktiv-Projekt zur East Side Gallery setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Gefährdungen des Denkmals auseinander. Dazu zählen Umwelteinflüsse oder Vandalismus, die das Denkmal schädigen oder beschädigen können. Während einer Führung wurde die Gruppe sogar selbst Zeuge eines aktuellen Vandalismusvorfalls.
Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich damit, was im Sinne des Denkmalschutzes wieder repariert wird und was aus politischen oder ethischen Gründen bewusst erhalten bleibt, da Kunstwerke z.B. wichtige gesellschaftliche und politische Aussagen tragen.
Zudem diskutieren die Schülerinnen und Schüler die Frage, inwiefern die Kunstwerke der East Side Gallery trotz ihres Alters weiterhin aktuell sind. In diesem Zusammenhang werden auch Genderfragen angesprochen sowie die Notwendigkeit, stereotype Darstellungen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überarbeiten.“
denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro
Spannende Einblicke in das Lernen am Denkmal: unser Projektschaufenster
Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal
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