Städtische Realschule, Frechen

Der Jüdische Friedhof Frechen


Auf dem Friedhof der einst größten jüdischen Gemeinde zwischen Köln und Aachen fand 1986 die letzte Beisetzung statt. Seitdem fristet er ein Schattendasein - mitten in einem Wohngebiet gelegen, aber eingezäunt und verschlossen. Eine 9. Klasse der Realschule Frechen hat sich zum Ziel gesetzt, den Friedhof und mit ihm die jüdische Geschichte des Ortes wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückzuholen. Die Jugendlichen spüren in diesem Projekt mithilfe von Biografien dem jüdischen Leben in Frechen nach und erhalten dabei Unterstützung durch den Geschichtsverein und das Stadtmuseum. Sie recherchieren dazu vor Ort, im Archiv, im Denkmalamt und wollen Geschichte mit dem Denkmal erzählen: in Podcasts, einem Online-Quiz und Texten in jugendgerechter Sprache, mit denen schließlich eine Informationstafel für den Eingangsbereich des Bodendenkmals gestaltet wird.
Mit den entstehenden Unterrichtsmaterialien, die folgenden Schülergenerationen zur Weiternutzung und Weiterentwicklung dienen, bindet die Schule den Jüdischen Friedhof als außerschulischen Lernort dauerhaft ins Schulleben ein.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
Synagogengemeinde Köln; Untere Denkmalbehörde Frechen; Geschichtsverein Frechen; Stadtarchiv Frechen
Geschichte, Sozialwissenschaften
Klasse 9

Dokumentation



Das Projektteam bei einer Exkursion auf dem Jüdischen Friedhof Frechen im September 2020 - Herr Lemberg von der Synagogengemeinde Köln führt die Schülerinnen und Schüler in die Geschichte des Friedhofs ein (Foto: F. Schwarz, Frechen)

Die Gedenktafel dieses Grabsteins aus dem Jahr 1877 trägt hebräische und deutsche Inschriften.

Ein QR-Code auf dem Kampagnen-Plakat verlinkt auf ein Quiz zum Jüdischen Friedhof