Kaum 500 Meter von der Schule entfernt liegt der Bahnhof Lichtenrade, erbaut 1892. Das Bahnhofsgebäude, ein Beamtenhaus und der historische Mittelbahnsteig mit Bahnsteigs-, Zugangs- und Schutzhäuschen wurden als Einzeldenkmale unter Schutz gestellt. Zusammen mit der alten Mälzerei von 1898 bildete der Bahnhof ein Industriedenkmal-Ensemble, an dem sich die sozio-ökonomische und infrastrukturelle Entwicklung Berlins um die Jahrhundertwende beispielhaft ablesen ließ.
Die historische Bahnanlage muss nun dem Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden weichen. In ihrem Projekt untersuchen die Schülerinnen und Schüler an diesem Fallbeispiel "vor der eigenen Haustür" den Einflussbereich des Denkmalschutzes, konkurrierende gesellschaftliche Interessen und die Wirkzusammenhänge kommunaler Entscheidungsfindungen. Die Klasse erkundet dabei verschiedene Denkmale im Bezirk und fragt nach ihrer Bedeutung für Lichtenrade als Wohn- und Lebensort. Im Besonderen beschäftigt sie sich dann mit dem Bahnhof und den Funktionen der Bahnstrecke für ihren Wohnort, etwa zur Zeit der Industrialisierung oder während des Rückbaus nach dem Mauerbau 1961.
Als Endprodukt soll eine Präsentation und eine Informationstafel zur Geschichte des Lichtenrader Bahnhofs entstehen. Den Bau der Tafel will die Klasse mit dem Kunst-Fachbereich in jahrgangsübergreifender Zusammenarbeit realisieren.
Die Projektleiterin:
„Dass die Lernenden aus der Projektarbeit eine Menge mitgenommen haben, belegen vor allem ihre Projekttagebücher und ihre kreativ und inhaltlich anspruchsvoll gestalteten Plakate.“
denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro
Spannende Jahres- und Wochenprojekte: Beispiele in unserem Projektschaufenster
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen