Ev. Gymnasium, Nordhorn

Das Kulturerbe unserer Stadt erfahrbar machen

Die Denkmal-Projektarbeit in Nordhorn zielt auf die nachhaltige Sicherung und innovative Vermittlung regionaler Industriegeschichte. Veranschaulicht wird sie durch das Textilunternehmen NINO und das denkmalgeschützte ehemalige Firmenareal, auf dem heute die Schule angesiedelt ist. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7-13 setzen sich mit den baulichen Zeugnissen der Industrialisierung, mit ihrer ökologischen Transformation und mit der Frage auseinander, wie historisches Erbe durch digitale und analoge Formate lebendig erhalten und in Bildungsprozesse integriert werden kann. Unterstützt werden die verschiedenen Lerngruppen bei ihren Aktivitäten von einer ganzen Reihe kommunaler Akteure, u.a. dem Archiv und der Denkmalbehörde. Der Spinnerei-Hochbau, das Rohgewebelager (in dem die Schule untergebracht ist), die Verwaltung sowie der Klukkerthafen werden als Denkmale befragt. Ein großflächiges 3D-Modell des NINO-Areals, das im Vorjahresprojekt erarbeitet wurde und zur Zeit im Stadtmuseum ausgestellt ist, soll nun mit digital aufrufbaren tiefen Informationsquellen angereichert werden. In einem zweiten Schwerpunkt soll der Klukkerthafen als Grünes Klassenzimmer weiterentwickelt werden und mit der handwerklichen Instandsetzung des historischen Pumpenhauses am Kanal einen nutzbaren Lernraum erhalten. Beim Fest der Kanäle am 13. Juni 2026 werden die Projektteams ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
C. Lonnemann, Kreis- und Kommunalarchiv Grafschaft Bentheim; C. Uricher, Stadt Nordhorn, Stadtentwicklung Bau, Umwelt & Bauordnungsamt
Erdkunde, Geschichte, Informatik, Biologie, Chemie, Physik, Ganztagsangebote
Jg. 7 & 8, 11-13

Dokumentation


Die Einzäunung des Areals am historischen Pumpenhaus ...

... für ein Grünes Klassenzimmer ...

... und der Lageplan, der die Position des neuen Gebäudes für Kanadier-Boote zeigt (Fotos: F. Scheele, Nordhorn)

Die Projekt­lei­tung: 

„Beson­ders prägend ist die wieder­holte und vertiefte Areal­be­ge­hung, bei der bauli­che Struk­tu­ren, frühere Nutzun­gen und heutige Umgestal­tun­gen bewusst wahrge­nom­men und reflek­tiert werden. Die Arbeit am Klukkertha­fen erfor­dert regel­mä­ßige Aufent­halte vor Ort und ermög­licht eine handlungs­ori­en­tierte Ausein­an­der­set­zung mit den Denkma­len auf dem Areal. […] Als beson­ders inter­es­sant haben sich die indus­tri­elle Archi­tek­tur des NINO-Areals sowie die Frage nach den Möglich­kei­ten und Grenzen der Moder­ni­sie­rung denkmal­ge­schütz­ter Gebäude erwie­sen. Dies betrifft in ganz beson­de­rer Weise unsere Arbeit am Pumpen­haus des Klukkertha­fens. Hier wird durch die Stadt Nordhorn ein Gebäude für unsere Schule errich­tet, welches wir zur Unter­brin­gung schuli­scher Boote und diver­ser Materia­lien, die wir zu Pflege der umgeben­den Flächen regel­mä­ßig benöti­gen. Dieses ist in „moder­nem Stil“ entwor­fen und steht in etwa auf halber Strecke zum histo­ri­schen Hafen­meis­ter­haus und dem von uns schulisch umgenutz­ten Pumpen­haus. Wir werden uns in den folgen­den Monaten auch mit dem bauhis­to­ri­schen Kontrast zwischen beiden Gebäu­den beschäf­ti­gen („Inwie­fern ist es vertret­bar, dass ein solch neues Gebäude zwischen zwei in etwa 100 Meter ausein­an­der liegen­den histo­ri­schen Gebäu­den errich­tet wird“).“

Aktuelles

denkmal aktiv fördert Projektwochen und Projektphasen mit bis zu 300 Euro

Spannende Einblicke in das Lernen am Denkmal: unser Projektschaufenster 

Lernort Hotel Bellevue – Geschichte(n) am Rhein. Projekttage in Rolandseck und Unterrichtsmaterial zum Baudenkmal