Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster, Berlin

Umnutzung von Kirchen - Gefährdung oder neue Chance?


Für viele denkmalgeschützte Kirchen wird in Zukunft eine Umnutzung nötig sein. Damit einhergehende Umgestaltungen können die Substanz bedrohen; eine neue Funktion ist oft aber auch eine Chance für ein Gebäude - denn erhalten lässt sich nur, was genutzt wird.
Mit den Herausforderungen und Lösungen gelungener Kirchenumnutzungen beschäftigen sich in diesem Projekt drei Lerngruppen des Gymnasiums. An Beispielen der Berliner Kirchenlandschaft erkunden die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Raumformen sakraler Denkmale und nähern sich ihnen mit Material- und Beleuchtungsübungen. In der Analysephase erfahren sie, wie sakrale Räume funktionieren und wie sie denkmalgerecht für neue Nutzungen erschlossen werden können. Am konkreten Exempel einer zur Umnutzung anstehenden Kirche erschließen sich die Gruppen jeweils ein Objekt im Detail und fertigen einen Modellentwurf für ein selbst entwickeltes Umnutzungskonzept an. Diese Planungen werden fotografisch dokumentiert und in Form einer gestalteten schriftlichen Projektdarstellung den Gemeinden und Kirchenbauämtern übergeben: Als Zeugnis der Reflexion der kommenden Generation, wie sie sich die Zukunft des baulichen Erbes vorstellt, für das sie bald die Verantwortung übernehmen wird.

Viele Berliner Kirchen sind unter den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz - auch die kulturell umgenutzten Gotteshäuser St. Agnes in Friedrichshain und die Elisabethkirche von K.-F. Schinkel in Mitte.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie