Gustav-Leutelt-Mittelschule, Kaufbeuren

Wo komm ich her, wo geh ich hin?


In diesem Projekt geht es um die Geschichte des Kaufbeurener Stadtteils Neugablonz, der ab 1946 als größte der fünf bayerischen sogenannten "Vertriebenensiedlungen" angelegt wurde. Die neuen Bewohner stammten aus dem vormals von Sudetendeutschen besiedelten Kreis Gablonz im tschechischen Isergebirge. In Auseinandersetzung mit dem Gelände und den Bauten, die dort in den 1950er Jahren entstanden, geht es um die Fragen: Was war hier vorher? Wie kam es zur Stadtgründung? Und wie entwickelt sich meine Heimatstadt heute? Die böhmisch geprägte Geschichte von Neugablonz eröffnet den Kindern des Projektteams dabei viele Anknüpfungspunkte zu ihrer eigenen Lebenswelt im Stadtteil, in dem deutschstämmige sogenannte Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion die größte Bewohnergruppe bilden. Die Lernenden erkunden die Spuren der Geschichte in ihrem Stadtteil mit Unterstützung des Isergebirgs-Museums, recherchieren in der Bibliothek und halten ihre Streifzüge durch Neugablonz in Fotodokumentationen fest. Zum Abschluss des Projekts gestalten Sie ein Denkmal für den Stadtteil, das auf dem Schulgelände Aufstellung findet.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Ute Hultsch, Isergebirgs-Museum Neugablonz; Christian Sobel, Gablonzer Siedlungswerk
Deutsch, Kunst, GPG
Sek I (5. Klasse), Ganztag, Inklusion