Staatliche Technikerschule, Berlin

Wohnungsbau der 1950er Jahre - Ressourcen, Chancen, Potentiale


In diesem Projekt widmen sich Studierende in der bautechnischen Ausbildung der Architektur der 1950er Jahre. Der Wohnungsbau dieser Zeit gilt vielen als triviale, schlichte und damit gestalterisch anspruchslose Architektur. Doch dass genau diese vermeintlich einfache Formgebung für den ressourcenschonenden, nachhaltigen Umgang mit dem Bestand enorme Potentiale birgt, wollen die Jugendlichen in einer Praxisarbeit herausarbeiten.
In die architektur- und stadtgeschichtlichen Hintergründe des Reformwohnungsbaus, des Wohnungsbaus der Wiederaufbauzeit und der behutsamen Stadterneuerung erhält das Team im Fach Baugeschichte eine gründliche Einführung. Am Beispiel der Modernisierung und energetischen Ertüchtigung eines Wohngebäudes in der Nähe der Schule, dem Haus Solinger Straße 5 in Moabit, loten die Studenten dann im folgenden Semester Möglichkeiten aus, mit minimalen Eingriffen in die typischen Strukturen der 1950er Jahre eine Anpassung an heutige Wohnstandards zu erzielen. Die Pläne, die dabei entstehen, bereite die Studenten schließlich für ein 3-D-Modell auf und dokumentieren ihre Konzepte auf der Webseite der Staatlichen Technikerschule.

Ein denkmal aktiv-Projekt mit Förderung durch:
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin
Prof. Wolfgang Schäche, Architekturhistoriker, Berlin
Baugeschichte, Baukonstruktion, Gebäude- und Entwurfslehre,
Studenten des 2. und 3. Semesters in der bautechnischen Ausbildung