Elinor-Ostrom-Schule, Berlin

Farbigkeit im Neuen Bauen: Siedlungsbauten
von Bruno Taut

Fassa­den­de­tail aus der Wohnstadt Carl Legien, zeich­ne­risch festge­hal­ten von einer Schüle­rin (Foto: N. Sebes­tyen, Berlin)

Drei Berli­ner Schulen nähern sich den Ideen des Bauhau­ses ausge­hend von der Leitfrage: Wie wollen wir leben und arbei­ten?
In einem fächer­über­grei­fen­den Oberstu­fen­kurs an der Elinor-Ostrom-Schule stehen dabei die Architektur-Utopien Bruno Tauts und seine schließ­lich reali­sier­ten Siedlungs­bau­ten im Zentrum. Die Schüle­rin­nen und Schüler unter­su­chen, welche Bedeu­tung der Farbig­keit in Tauts Archi­tek­tur zukommt und welche Lebens­be­din­gun­gen seine Bauten den Bewoh­nern boten. Die Jugend­li­chen lernen auf Erkun­dun­gen verschie­de­ner Siedlun­gen des Archi­tek­ten die denkmal­pfle­ge­ri­schen Bedin­gun­gen für ihren Erhalt kennen und erfah­ren dabei auch, wie ihre Unter­schutz­stel­lung Tauts Ideen und gestal­te­ri­sche Leistun­gen für die Gestal­tung der Welt durch kommende Genera­tio­nen nutzbar macht. Die wichtigs­ten Lernorte sind Tauts Tusch­kas­ten­sied­lung, die Waldsied­lung Zehlen­dorf und die Carl-Legien-Siedlung in Berlin sowie die Bauhaus-Meisterhäuser in Dessau. In prakti­scher Anwen­dung des neuen Wissens erarbei­ten die Projekt­teil­neh­mer Entwürfe farbig gefass­ter Wohnbau­ten und stellen ihre Recherche-Ergebnisse im Rahmen einer Abschluss-Ausstellung in Textpla­ka­ten, Fotogra­fien, Zeich­nun­gen und Model­len vor.

Ein Projekt im Themen­feld 100 Jahre Bauhaus: Umbruch in Kunst und Archi­tek­tur.
Förde­rung der Senats­ver­wal­tung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin

Die Berli­ner Wohnstadt Carl Legien und die Meister­häu­ser in Dessau gehören zu den Förder­pro­jek­ten der Deutschen Stiftung Denkmal­schutz

Unterrichtsfächer:

Kurs „Die Welt designen“ (fächer­über­grei­fend, Profil­ober­stufe: Kunst, Deutsch, PW, Wirtschafts­in­for­ma­tik) und GK

Lerngruppe:

Jg. 11, 12, 13

Fachliche Partner:

Daniela Gurlt, Untere Denkmal­schutz­be­hörde Treptow-Köpenick;
Sybille Guther-Burchard, Papagei­en­sied­lung e.V. Berlin

Projektdokumentation:

Arbeits­plan

Die Projekt­lei­te­rin:
„Die Wohnstadt Carl Legien wird einer unserer wichtigs­ten Lernorte, denn sie liegt in der Nähe der Schule und wir können dorthin auch im Unter­richt gehen, ohne eine Exkur­sion anmel­den zu können. Beson­ders begeis­tert waren die Schüle­rin­nen und Schüler, dass sie während einer Exkur­sion zur ‚Papagei­en­sied­lung’ in Zehlen­dorf von zwei Bewoh­nern zu einer sponta­nen Führung durch ihre Häuser einge­la­den wurden. Sie hatten großes Inter­esse an der Frage­stel­lung, inwie­fern heutige Lebens­ge­wohn­hei­ten zu den damali­gen Grund­ris­sen passen.“

Eine Schüle­rin auf Erkun­dungs­tour in der Waldsied­lung Zehlen­dorf:
„Das ist ein gebau­ter Ort zum glück­lich sein!“