Foto: Landes­denk­mal­amt Berlin, Paul Hahn

Am Goethe-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf erkun­dete eine AG in einer Projekt­phase von Februar bis Juni 2026 das eigene Schul­haus. In dem nach Plänen von Otto Herrn­ring 1904 errich­te­ten Bau ging sie auf Spuren­su­che. Die Schüle­rin­nen und Schüler im Jahrgang 7 fanden viele Details, die bis heute Zeugnis abgeben vom schuli­schen Betrieb zur Bauzeit, aber gefähr­det oder ungeschützt sind – etwa farbige Fenster­schei­ben und histo­ri­sche Wandschränke.

Die von ihrer Kunst­leh­re­rin Dr. Frauke Tietze angelei­tete AG nahm vor allem die Innen­räume der Schule genau unter die Lupe. Ein Besuch in der Dokumen­ta­ti­ons­ab­tei­lung des Berli­ner Landes­denk­mal­amts brachte die Erkennt­nis, dass dazu nicht sehr viel gesam­melt worden war. Also beschloss die AG, eine aktuelle Dokumen­ta­tion zu überneh­men, und erhielt dabei Unter­stüt­zung vom Bereich Inven­ta­ri­sa­tion und Denkmal­ver­mitt­lung des Amtes und auch von der Unteren Denkmal­be­hörde Charlottenburg-Wilmersdorf. 

Zum Tag des offenen Denkmals® 2026 konnten die Schüle­rin­nen und Schüler schließ­lich eine gedruckte Dokumen­ta­tion zu ihrem Schul­ge­bäude an den Landes­kon­ser­va­tor von Berlin, Prof. Dr. Chris­toph Rauhut, überge­ben. Mit ihren Recherche-Ergebnissen, die nun dem Landes­denk­mal­amt zur Verfü­gung stehen, leiste­ten die Jugend­li­chen einen wichti­gen Beitrag zur Erschlie­ßung der Berli­ner Bau- und Kultur­ge­schichte.

Schon lange nimmt die Schule am Tag des offenen Denkmals teil, bislang führten aller­dings immer Lehrkräfte die Besucher­grup­pen durch das Haus. Zum ersten Mai übernah­men das nun Schüle­rin­nen und Schüler selbst. Mit großem Engage­ment erläu­ter­ten sie die Archi­tek­tur, Geschichte und Bedeu­tung des Baudenk­mals – und zeigten, wie Denkmal­schutz durch eigene Forschung und aktive Betei­li­gung erleb­bar werden kann.

Das Resümee des Schülers Can dazu:
Denkmä­ler tragen Leben und Erinne­rung. Ich sehe jetzt die Welt mit anderen Augen.

Foto: C. Wiegand

Das Gelände der ehema­li­gen Braue­rei Pfeffer­berg, 1841 in Prenz­lauer Berg gegrün­det, war Thema in einem „denkmal aktiv“-Projekt der Klasse 6c der Schule am Teuto­bur­ger Platz in Berlin. Unter­stützt von der Stiftung Pfeffer­werk und dem Berli­ner Zentrum Indus­trie­kul­tur gestal­te­ten die Kinder einen Action­bound zum Indus­trie­denk­mal. Er wird am 1. Juli vor Ort präsen­tiert.

Die digitale Schnit­zel­jagd führt Schüle­rin­nen und Schüler durch unter­schied­li­che Epochen der über 180-jährigen Geschichte des histo­ri­schen Stand­orts. An mehre­ren Statio­nen bearbei­ten die Teilneh­men­den inter­ak­tive Aufga­ben und erhal­ten Einbli­cke in die Entwick­lung des ehema­li­gen Indus­trie­are­als.
Ab dem 2. Juli steht der Action­bound allen Inter­es­sier­ten kosten­frei zur Verfü­gung und kann abgeru­fen werden unter: https://schule-am-teute.de/

Foto: Denise Könen, Brühl

An der Erich-Kästner-Realschule in Brühl ging es in einer Projekt­phase von Februar bis Juni 2026 um das Weltkul­tur­erbe der Schlös­ser Brühl. Das Denkmal­ensem­ble ist zentra­ler außer­schu­li­scher Lernort für die UNESCO-Projektschule, die ihn mit Unter­stüt­zung durch denkmal aktiv bereits in einem Jahrgänge und Fächer übergrei­fen­den Schul­jah­res­pro­jekt erkun­det hat.

In dieser kompak­te­ren Projekt­phase nahm die Lehre­rin Denise Könen mit Kursen des Talentförderungs-Formats UNESCO-Campus die Epoche des Rokoko genauer unter die Lupe. Der Fokus lag auf den histo­ri­schen Kunst­for­men und den Handwerks­tech­ni­ken der Zeit. Sie bilden den Schwer­punkt einer Sonder­aus­stel­lung der Schlös­ser Brühl, die bis Ende 2026 unter dem Titel Rokoko under Construc­tion Einbli­cke in die Bauge­schichte von Schloss Augus­tus­burg gibt.

Die Monate bis zur Ausstel­lungs­er­öff­nung im Juni nutzten die Jugend­li­chen, um sich mit dem Bau und seinen Kunst­wer­ken vertraut zu machen. Dabei konnten sie auf Unter­stüt­zung durch das Kurato­ren­team zählen, das seine detail­lierte Exponat­liste für die Recher­che zur Verfü­gung stellte. Bei der Quellen­ar­beit, aber auch bei inten­si­ven Erkun­dun­gen der histo­ri­schen Räume vertief­ten sich die Teams in die Ereig­nisse und Entwick­lun­gen der Entste­hungs­zeit. Aus den in vielen Wochen zusam­men­ge­tra­ge­nen Inhal­ten verfass­ten sie dann in gemein­schaft­li­cher Arbeit Skripte für den offizi­el­len Kinder-Audio-Guide zur Ausstel­lung. Gemein­sam mit dem Talent­kurs Technik der EKR verwan­del­ten sie schließ­lich die Schule in ein Tonstu­dio und konnten die Kinder-Tonspur des Audio­gui­des auch selbst produ­zie­ren.

So sind die Jugend­li­chen aus der Rolle passi­ven Betrach­tens heraus­ge­tre­ten und selbst zu Gestal­tern der Denkmal­ver­mitt­lung gewor­den. Das museums­päd­ago­gi­sche Angebot flankier­ten die UNESCO-Campus-Leiterinnen der Realschule mit künst­le­ri­schen Workshops für Kinder und Jugend­li­che zur Technik der Fresken­ma­le­rei und der Stuck­her­stel­lung.

Das Katha­ri­neum zu Lübeck präsen­tiert ein zweispra­chi­ges denkmal-aktiv Projekt zu den Spuren der Franzo­sen­zeit in Lübeck. Unter der Leitung von Bastian Naumann erkun­de­ten die Schüle­rin­nen und Schüler des Jg. 10 histo­ri­sche Orte, Denkmale und Struk­tu­ren der Stadt, dokumen­tier­ten sie in deutsch‑französischen digita­len Steck­brie­fen und entwi­ckel­ten denkmal­ge­rechte Nutzungs­kon­zepte für ausge­wählte Objekte. 

Das Burgtor­re­lief. Hier endet dann auch der Stadt­rund­gang (Foto: B. Naumann, Lübeck).

Als Höhepunkt des Projekt­jah­res findet am Montag, den 29. Juni 2026, ein von den Schüle­rin­nen und Schülern geführ­ter Stadt­rund­gang statt, der gemein­sam mit Vertre­te­rin­nen der Oberen Denkmal­schutz­be­hörde sowie den Lehrkräf­ten moderiert wird. Die Veran­stal­tung beginnt um 9:45 Uhr mit einer Begrü­ßung der exter­nen Gäste. Der Rundgang startet um 10:00 Uhr auf dem Fahrrad­hof neben der Katha­ri­nen­kir­che, die während der Franzo­sen­zeit als Pferde­stall genutzt wurde. Gegen 12:30 Uhr endet die Führung auf der Wiese vor dem Burgtor, einem zentra­len Schau­platz der Gefechte um Lübeck. 

Da das Projekt mehrspra­chig angelegt ist, wird auch die Veran­stal­tung deutsch‑französisch und teilweise mutter­sprach­lich gestal­tet.

Alle Inter­es­sier­ten sind herzlich zum Stadt­rund­gang einge­la­den!

Zeit: Montag, 29. Juni 2026, ab 9:45 Uhr
Ort: Fahrrad­hof am Katharineum/Katharinenkirche, Abschluss am Burgtor

An der Fachober­schule Fränki­sche Schweiz hat ein denkmal aktiv-Projekt unter­sucht, welche Spuren im Schul­haus an die Entstehungs- und Nutzungs­ge­schichte des Gebäu­des erinnern: die Elektro­por­zel­lan­fa­brik Lindner, ein Bau der klassi­schen Moderne und als Indus­trie­denk­mal geschützt.

Am 27./28. Juni 2026 präsen­tiert das Projekt­team in einer öffent­li­chen Werkschau die Ergeb­nisse seiner „Spuren­su­che Lindner“.
Unter­stützt von Lehre­rin Heike Preier und der Kunst­his­to­ri­ke­rin Dr. Anna Elisa­beth Albrecht, die das Projekt fachlich beglei­tet hat, zeigen Fachober­schü­ler im Bereich Gestal­tung Modelle des histo­ri­schen Baus, Fotodo­ku­men­ta­tio­nen des umgenutz­ten Gebäu­des, Colla­gen zur Fabrik als Produk­ti­ons­stätte, Arbei­ten zum Leuch­ten­de­sign, das in Koope­ra­tion zwischen Lindner und dem Bauhaus­de­si­gner Wagen­feld entwi­ckelt wurde, und vieles mehr.
Auch ein QR-Code-installierter Denkmal­pfad durch das Indus­trie­denk­mal lädt zu Erkun­dun­gen ein.

Zeit: Samstag und Sonntag 27./28. Juni 2026, 11:00 bis 17:00 Uhr

Ort: Fachober­schule Fränki­sche Schweiz, Bahnhof­straße 55, 91330 Eggols­heim bei Bamberg

 

An der Angela­schule in Osnabrück haben sich in der AG „Geschichte für Fans“ im vergan­ge­nen Schul­jahr sechs Schüle­rin­nen und Schüler inten­siv mit der Kathe­drale des Bistums beschäf­tigt. An mehre­ren Studi­en­ta­gen kamen die Jugend­li­chen in den Dom, beglei­tet von Geschichts­leh­re­rin Reinhild Birmes und Museums­päd­ago­gin Jessica Löscher vom Diöze­san­mu­seum.

Bei einem Akade­mie­abend hat die AG ihr Dom-Projekt der Schul­fa­mi­lie vorge­stellt (Foto: R. Birmes, Osnabrück)

Bei ihren Erkun­dun­gen leuch­te­ten sie verschie­dene Aspekte des Gottes­hau­ses und seiner Geschichte aus. Dazu entwi­ckel­ten sie im zweiten Halbjahr jeweils eine Hörsta­tion. Mit ihren Podcasts wollen sie dazu beitra­gen, den Dom vor allem jungen Besuchern näher­zu­brin­gen. Die unglei­chen Türme, die Ausgra­bun­gen unter dem Dom, der Dom als Klang­raum und der Dom als Fried­hof, die Geschichte seiner Erbauer, Mythen und Legen­den … entstan­den sind sechs Statio­nen mit drei Minuten Inhalt, die per QR-Code im Dom abruf­bar sein werden.

Dieses Ergeb­nis Ihres denkmal aktiv-Projekts präsen­tiert die AG am Mittwoch den 17. Juni im Dom, wo die Mitschü­le­rin­nen und Mitschü­ler sie dann auch zum ersten mal im Baudenk­mal auspro­bie­ren können.
Die AG lädt alle Inter­es­sier­ten herzlich dazu ein.

Zeit: Mittwoch, 17. Juni 2026, 10:00 Uhr
Ort: Dom St. Petrus, Domplatz, 49074 Osnabrück

Flyer zu den Podcast-Stationen (PDF)

Eine neunte Klasse aus Höchberg bei Würzburg erkun­det seit Beginn des Schul­jah­res den Würzbur­ger Vierröh­ren­brun­nen. Was haben die Skulp­tu­ren der Kardi­nal­tu­gen­den mit Würzburg und mit Franken zu tun? Warum sind die Origi­nale im Museum für Franken einge­la­gert? Und welche Rolle spiel­ten Würzburgs barocke Brunnen in der Geschichte der städti­schen Wasser­ver­sor­gung?
Die 9e der Leopold-Sonnemann-Realschule hat aus all diesen Fragen an den Vierröh­ren­brun­nen beein­dru­ckende Kunst­werke entwi­ckelt und gestal­tet mit ihnen eine Ausstel­lung, direkt am histo­ri­schen Brunnen. 

Am Diens­tag den 16. Juni präsen­tiert die Klasse ihre Projekt­er­geb­nisse im Stadt­raum und lädt alle Inter­es­sier­ten herzlich dazu ein.

Die Schüle­rin­nen und Schüler sind in ihrem denkmal aktiv-Projekt nicht nur tief in die Stadt­ge­schichte einge­taucht. Sie haben auch disku­tiert: Was würden wohl die allego­ri­schen Figuren der Kardi­nal­tu­gen­den zu unserem heuti­gen Umgang mit Wasser sagen? Daraus entstand eine Zusam­men­ar­beit mit dem Museum für Franken im Kontext der aktuel­len Ausstel­lung „Geht grad so“.

Das Museum betei­ligt sich mit einem Mitmach­stand an der Veran­stal­tung am 16. Juni. Die Klasse durfte außer­dem eine Preview-Ausstellung im Museum gestal­ten, die hoffent­lich viele Besuche­rin­nen und Besucher zum Brunnen lockt.

 

Zeit: Diens­tag, 16. Juni 2026, 16:30 Uhr
Ort: Am Vierröh­ren­brun­nen, Residenz­platz, 97070 Würzburg

 

Die Projekt­gruppe vor ihren Kunst­wer­ken im Museum für Franken

 

An der Humboldt­schule in Bad Homburg zeigen Schüle­rin­nen und Schüler eine Ausstel­lung zum römischen Kastell­bad im vicus der Saalburg. Das Schul­jahr über setzten sich die Lernen­den unter­schied­li­cher Latein­kurse unter der Leitung der Latein­leh­re­rin Antje Schome­rus mit dem Kastell­bad, seiner Bauweise, der römischen Badekul­tur sowie der Bedeu­tung des Limes und der Saalburg ausein­an­der. Auch die UNESCO-AG der Unter- und Mittel­stufe nahm am Projekt teil.

Sicht­bare Überreste aus dem Römer­kas­tell Saalburg (Foto: A. Schome­rus, Bad Homburg).

Die Ergeb­nisse dieser inten­si­ven Ausein­an­der­set­zung werden am 17. Juni 2026 in der Medio­thek der Schule erstmals öffent­lich präsen­tiert. Zur feier­li­chen Eröff­nung haben zahlrei­che Gäste ihr Kommen zugesagt, darun­ter der Bürger­meis­ter der Stadt Bad Homburg, Dr. Jedynak, sowie der Direk­tor der Saalburg, Dr. Amrhein.

Die betei­lig­ten Schüle­rin­nen und Schüler werden kurze Einbli­cke in die Ergeb­nisse ihrer denkmal aktiv-Projektarbeit geben. Im Anschluss besteht die Möglich­keit, die Ausstel­lung in Ruhe zu besich­ti­gen und mit den Jugend­li­chen ins Gespräch zu kommen.

Alle Inter­es­sier­ten sind herzlich zur Ausstel­lungs­er­öff­nung einge­la­den.

Zeit: Mittwoch, 17. Juni 2026, 9:30 Uhr
Ort: Medio­thek der Humboldt­schule, Jacobi­straße 37, 61348 Bad Homburg

Erster Preis für ein denkmal aktiv-Projekt der Leopold-Sonnemann-Realschule Höchberg!

In Unter­fran­ken wurde der Realschul­preis 2026 verlie­hen. In der Katego­rie Kunst ging eine Auszeich­nung mit dem ersten Preis an die Klasse 9e für ihre Projekt­ar­beit zum Würzbur­ger Käppele. Der Preis würdigt das vorbild­li­che Engan­ge­ment der Klasse, das sie im Schul­jahr 2024/25 in ihrem von denkmal aktiv geför­der­ten Projekt gezeigt hat.

Angelei­tet von der Kunst­leh­re­rin Julia Hofbauer und Andreas Herrmann, ihrem Kolle­gen im Fach Religion, haben die jungen Leute ein ganzes Schul­jahr lang inten­siv die Wallfahrts­kir­che Käppele hoch über Würzburg erkun­det und auch den Kreuz­weg, der zu ihr hinauf­führt. Das Ziel: die Stadt­ge­sell­schaft auf das Denkmal­ensem­ble aufmerk­sam zu machen, das zur Zeit restau­riert werden muss. Zum Abschluss ihrer Arbei­ten luden die Schüle­rin­nen und Schüler mit künst­le­ri­schen Insze­nie­run­gen der Kreuzweg-Stationen zu einem großen Käppele-Fest ein. Den Erlös dieser Veran­stal­tung, die 600 Menschen anzie­hen konnte, haben die Jugend­li­chen für die Instand­set­zung der Wallfahrts­kir­che gespen­det. Außer­dem gestal­te­ten sie eine Broschüre, die Besuchern die Statio­nen des Kreuz­wegs näher bringt.

   

Der Unter­frän­ki­sche Realschul­preis wird alle zwei Jahre von einer Jury um den Minis­te­ri­al­be­auf­trag­ten für Realschu­len in Unter­fran­ken ausge­lobt. Er zeich­net innova­tive und nachhal­tig wirksame Projekte aus – solche, in denen nicht nur persön­li­che Erfolge erzielt werden, sondern die spürbar und langfris­tig in das Schul­le­ben hinein­wir­ken.
Die feier­li­che Verlei­hung der diesjäh­ri­gen Preise fand am 28. April 2026 in der Realschule in Haßfurt statt. Die Leopold-Sonnemann-Realschule erhielt in diesem Rahmen auch für die Alpen-AG einen ersten Preis in der Katego­rie Sport. Mit großem Stolz brach­ten die Schüler­grup­pen zwei Pokale und insge­samt 600 Euro Preis­geld zurück an die Schule in Höchberg. 

Wir gratu­lie­ren herzlich zu diesem doppel­ten Erfolg!

 

Alle Fotos: Angelika Wemhoff, Potsdam

An der Grund­schule Bornim in Potsdam haben die Schüle­rin­nen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 im Februar 2026 in einer Projekt­wo­che die zahlrei­chen verschie­de­nen Denkmale kennen­ge­lernt, die in der direk­ten Umgebung der Schule zu finden sind – die Borni­mer Kirche etwa, der Alte und der Neue Fried­hof, die landwirt­schaft­lich angelegte und ästhe­tisch gestal­tete Lenné­sche Feldflur, das Wohnhaus und der Garten des berühm­ten Stauden­gärt­ners Karl Foers­ter von 1910/11, das Alte Gut und auch das einstige Kultur­haus des Insti­tuts für Landtech­nik mit seinem Wandfries aus den 1960er Jahren. Ziel der Projekt­wo­che: Alle Kinder sollen ihre eigene, persön­li­che Erfah­rung mit verschie­de­nen Denkmal­or­ten „vor der Schul­tür“ machen, sie erkun­den und beschrei­ben können. 

Lehre­rin Angelika Wemhoff leitete das Projekt an und berei­tete es mit einer Doppel­stunde zum Begriff „Denkmal“ vor. Alle sammel­ten an diesem Tag gemein­sam ihre unter­schied­li­chen Gedan­ken dazu und sortier­ten sie. „Warum gibt es Denkmale?“ war in den Gesprä­chen eine zentrale Frage. Abschlie­ßend konnten die Kinder ihre Wunsch-Denkmalorte benen­nen, die sie gern näher kennen­ler­nen wollten, und bilde­ten für die eigent­li­che Projekt­wo­che zehn Klein­grup­pen.

Zum Projektwochen-Start dann empfin­gen die Schüle­rin­nen und Schüler die erste Exper­tin in der Schule  Frau Dobin vom Bürger­ver­ein Bornim führte sie am Montag in die histo­ri­schen Zusam­men­hänge des Heimat- und Schul­or­tes ein. Der Diens­tag und der Mittwoch waren für Exkur­sio­nen zu den Denkma­len da. Sie wurden von weite­ren Fachleu­ten beglei­tet, wie etwa von Herrn Kasper­c­zyk, Gärtner des Foerster-Gartens, der einer Gruppe das Wohnhaus Karl Foers­ters und dessen Garten­schöp­fung zeigte. Herr Herold vom Bürger­ver­ein beglei­tete die Kinder zum Kultur­haus und hat sein umfang­rei­ches Wissen mit ihnen geteilt, Frau Nerlich besuchte mit den Wandfries-Entwürfen ihres verstor­be­nen Mannes Werner Nerlich im Anschluss daran die Schule und führte dort ein Werkstatt­ge­spräch mit der Gruppe. 

Die weite­ren Tage verbrach­ten die Projekt­grup­pen damit, zu ihrem jewei­li­gen Denkmal Seiten für eine große Wandzei­tung über die Borni­mer Denkmale zu erstel­len. Zusätz­lich verar­bei­te­ten die Kinder ihre Ergeb­nisse in digita­ler Form: mit Action­bounds, die wie eine Denkmal-Schnitzeljagd durch Bornim führen. Schließ­lich wurden am 10. März sowohl ein Exemplar der Wandzei­tung als auch die Action­bounds zu den Borni­mer Denkma­len öffent­lich präsen­tiert, und zwar im Bürger­haus Bornim. Eine elftei­lige Artikel­se­rie in der Zeitschrift „Hevel­ler“ zu all den Denkma­len, die die Kinder erkun­det haben, schließt sich an. Der Verfas­ser Bernd Herold vom Bürger­ver­ein Bornim nimmt darin direk­ten Bezug auf die Ergeb­nisse und Erfah­run­gen der Projekt­wo­che.

Der inten­sive Kontakt und Austausch mit den Fachleu­ten des Bürger­ver­eins, des Foerster-Hauses und mit Frau Nerlich hat bei den Kindern einen großen und bleiben­den Eindruck hinter­las­sen. Ihre Rückmel­dung auf die Projekt­wo­che und die Exkur­sio­nen fiel absolut positiv aus und war verbun­den mit dem Wunsch, das Denkmal­pro­jekt zu wieder­ho­len oder weiter zu vertie­fen.
Um nur eine der begeis­ter­ten Antwor­ten aus den Feedback-Bögen der Kinder zu nennen:
„Ihr hattet eine super Idee!“