Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen

Der Regensburger Kreuzhof

Schüle­rin­nen und Schüler in Lappers­dorf, Regens­burg, Prag und Avellino beschäf­ti­gen sich in ihrem gemein­sa­men Projekt mit Denkma­len europäi­scher Geschichte und deren histo­ri­schen Verbin­dun­gen unter­ein­an­der. Jeweils ausge­hend von einer Welterbe­stätte loten die Schul­teams die verbin­den­den Aspekte des kultu­rel­len Erbes aus. Sie erkun­den Orte des Erinnerns und Orte, die eine Rolle spielen für die regio­nale Identi­tät, aber auch solche, die Bruch­stel­len deutlich werden lassen.
Im Mittel­punkt des Inter­es­ses der Schüler in Regens­burg steht die histo­ri­sche Bedeu­tung des Kreuz­hof­ge­län­des, eines kleinen Weihers bei Barbing mit einer romani­schen Landkir­che aus dem frühen 12. Jh. An diesem heute weitge­hend unbekann­ten Ort, im Gebiet des Regens­bur­ger Ostha­fens einge­schlos­sen von Indus­trie­bau­ten, trafen sich im Mittel­al­ter Kreuz­zugs­heere, um ins Heilige Land zu ziehen. Kaiser Fried­rich Barba­rossa schlich­tete in der Kreuz­hof­kir­che 1156 einen Streit um das Herzog­tum Bayern. Im Ergeb­nis wurde damals Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und die bayeri­sche Ostmark abgetrennt. So ist die Kirche eigent­li­che Geburts­stätte des souve­rä­nen Herzog­tums Öster­reich.
Ein Projekt im Themen­feld Geleb­tes Erbe: Ein Beitrag zum Europäi­schen Kultur­er­be­jahr 2018 der Deutschen UNESCO-Kommission

Unterrichtsfächer:

Deutsch, Geschichte

Lerngruppe:

Geschichte Jg. 7; Inter­es­sierte Jg. 10

Fachliche Partner:

Dr. Silvia Codreanu-Windauer, Bayeri­sches Landes­amt für Denkmal­pflege, Dienst­stelle Regens­burg; Jan Weber-Ebnet, Landes­ar­beits­ge­mein­schaft Archi­tek­tur und Schule, Regens­burg

Projektdokumentation:

Arbeits­plan